Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel „Transfer Splash“ hieß ein Netzwerktreffen von Vertretern von fünf Hochschulen im Alten Hallenbad Nord

Vortrag am Beckenrand: Jutta Rump, Professorin an der Hochschule Ludwigshafen, beschäftigt sich mit der Zukunft des Arbeitens.
Vortrag am Beckenrand: Jutta Rump, Professorin an der Hochschule Ludwigshafen, beschäftigt sich mit der Zukunft des Arbeitens.

„Empower“ nennt sich ein Projekt von fünf Hochschulen in Rheinland-Pfalz, bei dem zentrale Zukunftsthemen identifiziert und für die öffentliche Wahrnehmung der Themen gesorgt werden soll. Zur jüngsten Veranstaltung des Netzwerks unter dem Titel „Transfer Splash – Auf dem Sprung in die neue Arbeitswelt“ haben sich die Teilnehmer im Ludwigshafener Alten Hallenbad Nord getroffen.

Als Veranstaltungsort für das Treffen bildete die ehemalige Schwimmhalle einen außergewöhnlichen Rahmen, mit ihrem vorgestellten Gegensatz von alt und neu passte die „LUcation“ aber durchaus zum Geist des Projekts. Von dem nahen Gemeinschaftsmüllheizkraftwerk Ludwigshafen (GML) werde das mit Wasser gefüllte Schwimmerbecken im Baudenkmal noch immer als Löschwasser-Reservoir genutzt, erläuterte Gastgeber und GML-Geschäftsführer Jochen Schütz in seiner Begrüßung.

Ungewöhnlicherweise gruppierten sich die rund 40 interessierten Zuhörer in einiger räumlicher Entfernung um den Rand des Beckens herum. Was sich aber dank der Lautsprecher-Technik nicht als Nachteil für das akustische und inhaltliche Verständnis erwies.

Das regionale Netzwerk Empower der fünf Hochschulen hat sich das Ziel gesetzt, den „forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfer“ mit Wirtschaft und Gesellschaft der Region zu fördern. Dabei bringt jede der fünf Hochschulen ihre Expertise zu einem Megatrendthema ein. In einer von Peter Mudra, dem ehemaligen Präsidenten der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft in Ludwigshafen (HWG LU) moderierten Vortragsrunde stellten die Vertreter der Hochschulen ihre Schwerpunktthemen vor.

Studienabbrecher beschäftigen Hochschule

Zum Megatrend „Sustainability“ (Nachhaltigkeit) berichtete Bruno Grimm von der Technischen Hochschule Bingen vom erfolgreichen Wissenstransfer aus der Forschung bei Gesprächen mit Stadtbewohnern. „Das Interesse der Leute ist da, die Konzepte sind übertragbar“, meinte er. Zum Schwerpunkt „Connectivity“ (Netzwerke) der Hochschule Mainz betonte Anett Mehler-Bicher die Notwendigkeit, für die Digitalisierung von Firmen und Kommunen „niedrigschwellige“ Angebote zu machen. Zum Schwerpunkt „Health“ (Gesundheit) der Katholischen Hochschule Mainz schilderte Sandra Bensch das Problem von zu vielen Abbrüchen in der Pflege-Ausbildung. Wie Henning Kehr zum Schwerpunktthema „Cybersecurity“ der Hochschule Worms sagte, werde zusammen mit Industrie- und Handelskammern an Plattformen zur Vernetzung und „Best Practice“-Lösungen gearbeitet.

In einem Vortrag zum Themenfeld „New Work“ beleuchtete Jutta Rump von der Hochschule Ludwigshafen die Herausforderungen der sich wandelnden Arbeitswelt. „Veränderung ist Normalzustand geworden“, stellte sie fest: „,New Work’ schwappt in die Arbeitswelt.“

Das nötige Geld für Investitionen, die knappe Ressource Zeit und der Mangel an Fachkräften, Arbeitskräften und Nachwuchs stellten große Herausforderungen für die Zukunft dar. Der Umgang der Arbeitgeber mit dem Personal und die Entwicklung der Produktivität würden entscheidend sein, meinte sie. Im Anschluss gab es die Gelegenheit für Fragen und sich an „Themeninseln“ über innovative Beispiele des Empower-Projektes zu informieren.

Im Netz

https://empower-rlp.de/

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