Ludwigshafen Trügerische Tabellenführung

Ludwigshafen. Heimspiele in der Handball-Oberliga für die Mannschaften der TSG Friesenheim: Die Damen empfangen die HSG Hunsrück zum Spitzenspiel (morgen, 18 Uhr) . Die Herrn der TSG II sind heute, 20 Uhr, Gastgeber für die HF Illtal.

Der Begriff „Spitzenspiel“ gefällt Martina Storzum gar nicht. „Dafür ist es noch viel zu früh in der Saison. Außerdem sehe ich uns garantiert nicht als Spitzenmannschaft“, sagt Storzum, obwohl die Eulen-Damen als Tabellenführer den Dritten aus dem Hunsrück empfangen. „Im Moment stehen vier Mannschaften punktgleich vorne und bis zu Platz sechs sind es nur zwei Punkte. Nach fünf Spieltagen ist noch keine Mannschaft dabei, die sich absetzen konnte“, rechnet die Finanzbuchhalterin vor. Kampflos wollen die Friesenheimerinnen den Spitzenplatz aber nicht aufgeben. „Bei uns läuft es im Moment sehr gut, und wir wollen auch in diesem Spiel einfach nur unsere beste Leistung zeigen“, kündigt sie an. Verstecken muss sich die TSG damit nicht. Im Gegensatz zum Vorjahr ist der Saisonstart schließlich geglückt. Storzum macht dafür die gelungene Vorbereitung mit dem neuen Trainergespann Carsten Mischler und Björn Dinger als Grund aus. „Wir sind konditionell gut beisammen. Damit hatten wir in der letzten Saison unsere Probleme“, sagt Storzum. Nur mit der eigenen Leistung ist sie noch nicht ganz zufrieden: „In der Deckung klappt es schon ganz gut, aber ich mache, für meinen Geschmack, noch zu viele Fehler im Angriff.“ Dabei komme es gerade hier gegen die HSG Hunsrück auf eine möglichst geringe Fehlerquote an. „Und dann müssen wir natürlich wieder in der Abwehr kompakt stehen“, fordert sie. Für Andreas Friedrich aus der zweiten Herrenmannschaft läuft der Countdown. „Ich bin wohl nur noch in der Vorrunde mit dabei“, erklärte der 25-Jährige, der erst zu dieser Saison wieder zu seinem Ausbildungsverein zurückgekehrt war. Ab Februar tritt der Berufsanfänger seine neue Stelle in München an, wird vorher damit beschäftigt sein, sich in der bayrischen Landeshauptstadt häuslich einzurichten. „Es gab schon vor der Saison die Absprache, dass ich mich nach meinem Studienabschluss bundesweit auf eine Stelle bewerbe“, sagte er. Ende November wird er seinen Master erhalten. Die Zusage aus München kam vor wenigen Tagen. Doch bis es soweit ist, will Friedrich mit der jungen TSG-Mannschaft noch möglichst viele Punkte sammeln. „Wir haben bis jetzt die Spiele gewonnen, die wir gewinnen mussten. Illtal ist für uns lediglich ein ,Kann’-Spiel.“ Er sieht den Vorjahres-Vize in der Favoritenrolle. „Aber wir haben eine junge Mannschaft. Da weiß man nie genau, was passiert. Wenn wir ins Laufen kommen, ist alles möglich“, sagt Friedrich. Auch ein Sieg gegen Illtal. „Das spielerische Potenzial ist auf alle Fälle da. Wir haben viele junge, gut ausgebildete Spieler. Wir müssen dieses Potenzial eben auch einmal gegen eine vermeintlich stärkere Mannschaft abrufen.“ |env

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