Ludwigshafen Tigermücke den Kampf angesagt

So schaut eine Tigermücke aus.
So schaut eine Tigermücke aus.

Die Ludwigshafener Stadtverwaltung und Schnakenbekämpfer haben der Asiatischen Tigermücke den Kampf angesagt. Die aggressive tagaktive Stechmücke hat sich im Oggersheimer Ortsteil Melm ausgebreitet.

Im Vorjahr gab es dort für die Anwohner erhebliche Belästigungen, weshalb die Stadt nun Bekämpfungsmaßnahmen angeordnet hat. Die Mücke brütet vorwiegend in Wassereimern, Untersetzern, Brunnen oder in Wasserfässern und kann nur dort im Larvenstadium bekämpft werden.

In den vergangenen Tagen haben die Mitarbeiter der Gesellschaft zur Förderung der Stechmückenbekämpfung (GFS) und der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) in allen Haushalten Infobroschüren und Tabletten mit dem biologischen Wirkstoff Bti verteilt – ein Eiweiß, das gezielt Mückenlarven abtötet. Die Stadtverwaltung appelliert an die Bürger, mitzuhelfen und den Ratschlägen in der Infobroschüre zu folgen. Wer von einer Tigermücke belästigt wird, soll sie töten, fotografieren und sich unter der Nummer 0170/8506788 melden.

Schnakenbekämpfer unterwegs

Kommende Woche werden die Mitarbeiter der Kabs die Anwesen aufsuchen und die Brutplätze professionell bekämpfen. Die Bekämpfung ist kostenlos und alle Daten werden vertraulich behandelt. Die Schnakenbekämpfer führen offizielle Schreiben der Stadt mit, mit denen sie sich ausweisen können. Die Inspektion eines Grundstücks soll nicht länger als 15 Minuten dauern. Außerdem werden Tigermücken-Eiablagefallen in der Melm aufgehängt. Dies sind schwarze wassergefüllte Plastikbecker mit einem Holzstab, auf dem die Tigermücken ihre Eier ablegen. Die Stäbchen werden zweiwöchentlich abgesammelt, um die Verbreitung der Tigermücken zu überwachen. Die Stechmücke muss auch bekämpft werden, weil sie Krankheitserreger übertragen kann.