Ludwigshafen
Theater im Pfalzbau: Das Programm bis zum Sommer
Eine Produktion mit dem programmatischen Titel „Initium“, der Anfang, eröffnet den Theaterfrühling am Samstag, 15. Februar. Die erst vor einem guten Jahr gegründete Berlin Ballet Company mit Tänzern des Staatsballetts Berlin präsentiert einen Abend mit drei Cheoreografien. Eine Woche später steht im Schauspiel einer der Höhepunkte des Jahres auf dem Spielplan: Das Residenztheater München gastiert am 21./22. Februar mit einer sehr modernen Version von Kleists Klassiker „Das Käthchen von Heilbronn“.
18 Tanz-, Ballett-, Schauspiel- und Musikproduktionen aus dem Programm des Theaters im Pfalzbau in der zweiten Hälfte der Spielzeit 2024/2025 haben das Etikett „Theaterfrühling Ludwigshafen“ bekommen. Das Theater wolle damit zeigen, sagt Intendant Tilman Gersch, dass es nicht nur im Herbst mit den Festspielen, sondern auch im Frühjahr ein besonderes Programm mit herausragenden Gastspielen zu bieten habe.
Alte Bekannte
„Mach es gut!“, eine Inszenierung des Theaters Bremen, kommt am 7./8. März nach Ludwigshafen. Der Abend erzählt aus dem Alltag von Maja, einer aus Polen stammenden jungen Frau, die als Putzkraft und in der Pflege arbeitet. „Ein bewegender, aber auch humorvoller Abend“, urteilt Gersch. Aus der Schweiz kommt am 14./15. März das Béjart Ballet Lausanne und zeigt eine Auswahl von Choreografien vor allem seines Gründers Maurice Béjart (1927-2007), der zu seinen Lebzeiten ein Stammgast in Ludwigshafen gewesen ist. Die minimalistisch-verträumte Musik von Poppy Ackroyd ist am 27. März im Theater im Pfalzbau zu erleben. Zu Ende geht der Monat mit einem Gastspiel der Vertigo Dance Company Israel (29. März). Ihre Produktion „Makom“ habe viel „positive Kraft“, sagt Gersch.
Der April startet mit einem Kracher: Das Theater Basel zeigt am 10./11. April Antú Romero Nunes’ zum Berliner Theatertreffen eingeladene Inszenierung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“. Den Regisseur dürfte das Ludwigshafener Publikum noch in guter Erinnerung haben: Seine am Hamburger Thalia Theater inszenierte Gaga-„Odyssee“ trieb 2019 einen bemerkenswerten Teil der Besucher vorzeitig hinaus. Lustig soll auch „Simple“ sein, ein Tanzstück von Ayelen Parolin mit drei Tänzern, die ihre Männlichkeit aufs Korn nehmen. Zu sehen ist es am 29./30. April. Schon am 26. April gastiert das Ballet National de Marseille mit wichtigen Choreografien der vergangenen Jahre unter dem Titel „Roommates“.
Das Beste zum Schluss
„Tanz in den Mai“ ist das Programm im sogenannten Wonnemonat überschrieben. „Non+Ultras“ heißt am 3. Mai ein choreografisches Konzert von Moritz Ostruschnjak, das sich mit Fußball-Fankultur befasst und gerade in der Muffathalle in München seine Uraufführung erlebt hat. Aus Frankreich kommt am 8. Mai die leidenschaftlich-akrobatische Performance „Feu“, am 10. Mai ist die Choreografie „IMA“ der jungen italienischen Tanzcompagnie Komoco zu erleben. „Thisispain“ heißt das Tanzstück des israelischen Choreografen Hillel Kogan, das am 14. Mai in Ludwigshafen seine Deutschlandpremiere erleben wird. Eine deutsche Erstaufführung ist am 16./17. Mai auch das Gastspiel „My body of coming forth by day“ der Compagnie Olivier Dubois (COD) aus Frankreich. Ebenfalls aus Frankreich ist am 23./24. Mai die Compagnie B21 zu Gast mit „Relative World“, und am 30./31. Mai kommt das Slowenische Nationalballett Maribor mit „Peer Gynt“.
Am Ende der Spielzeit sind dann noch zwei hochkarätige Inszenierungen auf der Ludwigshafener Theaterbühne zu erwarten. Am 13./14. Juni gastiert das Deutsche Schauspielhaus Hamburg mit Karin Beiers preisgekrönter Inszenierung „Laios“, in der Hauptrolle ist die „Schauspielerin des Jahres“ von „Theater heute“, Lina Beckmann, zu erleben. Und am 20./21. Juni präsentiert das Nederlands Dans Teater (NDT 2) drei Choreografien von Marcos Morau, Botis Seva und Johan Inger.
Im Netz
Alle weiteren Termine findet man unter www.theater-im-pfalzbau.de.