Ludwigshafen Suckale: Keine Defizite bei der BASF

Rund 150 Besucher sind gestern Abend zum zweiten Bürgerforum von BASF und Stadt gekommen, um sich über die Folgen aus dem Explosionsunglück im Nordhafen am 17. Oktober zu informieren. Die BASF gab dabei den Inhalt erster Gutachten zu der Katastrophe bekannt: Demnach bescheinigen Tüv-Gutachter dem Chemiekonzern, dass es keine Defizite bei der Sicherheitstechnik und dem Zustand der Anlagen vor dem Störfall gab. Auch beim Umgang mit Fremdfirmen und dem Notfallmanagement seien keine Versäumnisse oder Mängel festgestellt worden. „Die Gutachten belegen keine Defizite bei der BASF“, betonte Vorstandsmitglied Margret Suckale (vorne). Beim Wiederaufbau der zerstörten Anlagen will der Konzern sicherstellen, dass sich ein solches Unglück nicht wiederholen kann, kündigte Werkleiter Uwe Liebelt an. So soll die Kennzeichnung von Pipelines verbessert werden, um zu verhindern, dass Rohrleitungen bei Arbeiten verwechselt werden. Das war laut Staatsanwaltschaft dem Mitarbeiter einer Fremdfirma passiert, der mit einem Winkelschleifer eine gefüllte statt eine leere Pipeline angeschnitten und so das Unglück ausgelöst haben soll. Außerdem will die BASF bei Schneidearbeiten nur noch funkenarme Werkzeuge zulassen. Um die Explosion einer Pipeline zu verhindern, sollen Rohrleitungen künftig mit einer feuerbeständigen Beschichtung isoliert werden. Südwest |mix