Ludwigshafen Starke Vorstellung mit einigen hölzernen Momenten

Jägersburg (cha). Der Schütze mit dem scharfen Auge schielt optimistisch nach oben: „Na, warum nicht eine kleine Serie? Unter die ersten fünf können wir’s ja noch schaffen“, meinte Tim Amberger nach dem 4:2 (2:1) die Arminia (RHEINPFALZ am SONNTAG berichtete).

„Der war schwach geschossen“, kommentierte Tim Amberger, der mit seinen beiden Toren maßgeblichen Anteil am Sieg hatte, tiefstapelnd seinen Coup, mit dem die Rheingönheimer sechs Minuten nach dem Seitenwechsel endgültig klaren Kurs Richtung eines „Dreiers“ steuerten. Wenige Meter hinter der Mittellinie lag der Ball. Amberger sah FSV-Keeper Philip Luck schwer beschäftigt fuchtelnd, erkundigte sich rasch, ob der Ball auch frei sei – und nahm Maß. „Der ging doch genau in die Mitte“, krittelte Amberger, der zuvor einen Handelfmeter zielsicher neben den rechten Pfosten ins Netz geschoben hatte, doch tatsächlich ein bisschen an seinem eigenen Streich herum. FSV-Coach Marco Emich fand diesen Volltreffer so gar nicht lustig: „Die zwei kuriosen Tore haben uns schon einen Schlag versetzt“, spielte der Meistermacher auch auf die zweite Szene an, die auf Oberliga-Spielfeldern doch eher selten zu sehen ist. Torwart Luck wäre schon in der 28. Minute am liebsten im Boden unterm Kunstrasen versunken, als er sich von Nico Pantano hatte „antanzen“ lassen. Schlitzohr Pantano hatte sofort gemerkt, dass Jägersburgs Spielführer Matthias Stumpf mit dem Rückpass in die Bredouille bringen könnte. Flugs war er hingeeilt, um Luck das Leder vom Fuß direkt ins Netz zu spitzeln. „Nico, dein allererstes Tor mit rechts“, witzelte jemand lauthals von der Arminenbank. War der Rufer später nicht mehr auszumachen, so waren die Rufe aus dem Mund von Frank Hettrich am Samstag nicht ungehört verhallt. Was sein Team auf den Platz brachte, hat dem Coach behagt. „Ein intensives Spiel – mit guten spielerischen Szenen, aber auch mit einigen hölzernen Momenten “, sah Hettrich zwar nicht nur Gold, das da unter trüben Himmel überm Omlor-Sportpark glänzte. Der Sieg in der Fremde aber sei wichtig nach dem so unglücklich verlaufenen Jahresauftakt gegen die Zweite der SV Elversberg. „Wir haben heute oft recht gute Lösungen gefunden“, zollte Hettrich seinen Mannen Lob. „Das war schon okay, wir haben wenig zugelassen“, sah auch Pietro Berrafato auf eine Vorstellung mit wenig Fehl und Tadel zurück. „Wichtig ist, dass wir jetzt mal Konstanz reinbringen“, so die klare Forderung des Kapitäns, der mit Jan Rillig im Abwehrzentrum fast alles abräumte. So wog der Ausfall des gesperrten Eduard Hartmann nicht schwer. Ganz stark: Arminen Torwart Peter Klug, der in den wenig wirklich gefährlichen Szenen, in denen die Hausherren mal den Abschluss suchten, stets auf dem Posten war.

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