Ludwigshafen Stärkster Aufsteiger

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«LUDWIGSHAFEN.» Mit 24 Punkten und Rang neun ist der ESV Ludwigshafen in der Fußball-Bezirksliga der stärkste Aufsteiger. Dies können die „Eisenbahner“ morgen, 14.30 Uhr, im Heimspiel gegen den Titelaspiranten SV Ruchheim beweisen.

Der ESV überraschte am vergangenen Sonntag mit einem 2:0-Sieg beim Nachbarn SV Südwest Ludwigshafen. „Wir haben von einem frühen Tor profitiert. Danach hat uns Peter Provo mit tollen Paraden im Spiel gehalten“, lobt Trainer Bernhard Grätz seinen Torhüter. Der 33 Jahre alte Provo wollte schon vor längerer Zeit aufhören, doch der Coach klopfte ihn weich und so steht der Routinier immer noch im Kasten. „Peter hat sich als Persönlichkeit entwickelt und ist ein absoluter Führungsspieler, auf den die anderen hören“, betont Grätz. Für den Übungsleiter ist die Situation pikant, denn die Nummer zwei im Tor ist sein Sohn Tobias (26). Die Torhüter verstehen sich gut und unterstützen sich gegenseitig. Tobias Grätz, der beruflich stark eingespannt ist, will in der kommenden Runde angreifen. Möglich, dass sich dann eine andere Rollenverteilung ergibt. Nach dem Südwest-Spiel hatte das Team noch einen weiteren Grund zu feiern, denn es wurde bei einem Ehrungsabend des Klubs als „ESV-Mannschaft des Jahres“ ausgezeichnet. „Dies haben wir gemeinsam und ziemlich lange gefeiert“, berichtet Grätz. Nach 17 Spielen deutet vieles darauf hin, dass der SV Ruchheim am Ende Erster oder Zweiter wird. Der Tabellendritte hinkt schon neun Punkte hinterher. Auch Partien, in denen es nicht so gut läuft, wie in Rheinzabern oder gegen Mutterstadt werden gewonnen. „Wir haben den Anspruch, jedes Spiel zu gestalten, aber das ist nicht immer zu schaffen. Gegen Mutterstadt hat das Team ergebnisorientiert gespielt“, verdeutlicht Trainer Tobias Ehrenberg. Allerdings klafft eine Lücke zwischen Heim- und Auswärtsauftritten. Auf eigenem Platz hat der SVR alle elf Partien gewonnen, kann aber in den verbleibenden 13 Spielen nur noch viermal daheim antreten. Beim ESV könnte es nicht nur wegen des tiefen Naturrasenplatzes schwierig werden, sondern auch, weil neben Emre Efe die Flügelstürmer Fabrizio Moncada und Marc Rech fehlen. Beide stehen wie kaum ein anderer im Team für Tempo und Dynamik. „Die Ausfälle treffen uns hart. Ich überlege, das System umzustellen“, erklärt Ehrenberg.

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