Ludwigshafen
Sportausschuss: Kritik ebbt nicht ab
Die jüngste Sitzung des städtischen Sportausschusses zum Thema Leichtathletikhalle sorgt auch im Nachgang für Kritik: „Ziel war und ist, für den neu ausgerufenen Landesstützpunkt Leichtathletik die Bedingungen zugunsten aller Vereine zu verbessern. Dass im Ausschuss teils mit Falschbehauptungen Stimmung gegen den ABC Ludwigshafen gemacht wurde, ist ebenso unsportlich wie unschön“, sagt Christian Schreider, sportpolitischer Sprecher der SPD, die einen entsprechenden Antrag – vor allem für mehr Hallennutzungszeiten – in den Ausschuss eingebracht hatte. Grünen-Vertreter Johannes Möller begründete dessen Ablehnung damit, Hauptnutzer ABC habe „auf Landesebene gar keine Leute mehr im Leistungskader“.
„Respektlos gegenüber Kader-Mitgliedern“
„Das ist eine Falschbehauptung und auch respektlos gegenüber den ABC-Kader-Mitgliedern Sara Kohli, Alexander Meier, Sidwell Njikam und Nela Zezelj, denen wir nochmals ausdrücklich unsere Anerkennung aussprechen möchten,“ betont Schreider. Es gehe auch nicht um eine „Bevorzugung“ des ABC, wie Möller behauptet habe: „Der Ansatz war und ist, die Hallenzeiten insgesamt auszuweiten, was ja allen Nutzern zugute kommen würde – darunter auch den anderen, nicht dem ABC angehörenden, Landeskaderathleten, die dem Stützpunkt zugeordnet sind. Es ist ja die einzige Leichtathletikhalle in Rheinland-Pfalz“, so Schreider.
In vergleichbaren Städten seien Modelle mit vertraglicher Übertragung der Schlüsselgewalt auf Vereinsvertreter – bei gleichzeitigem Verbleib der baulichen Verkehrssicherungspflicht bei der Kommune – üblich, auch zur Entlastung des städtischen Haushalts. „Wir sollten uns in Ludwigshafen sowohl zum Leistungs- als auch zum Breitensport bekennen und nicht das eine gegen das andere ausspielen“, ergänzt Julia May als SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat.