Ludwigshafen Spielt Mario Basler?

SCHIFFERSTADT. Fußball-Landesligist Phönix Schifferstadt spielt gegen den TuS Rüssingen um den Aufstieg in die Verbandsliga. Gelingt dies, wäre es der größte Erfolg in der 65-jährigen Vereinsgeschichte. Im ersten Spiel hat Phönix heute, 19 Uhr, Heimrecht.

„Die Chancen beziffere ich auf 50 zu 50“, sagt Phönix-Spielertrainer Marc Lautenschläger. Nicht ohne Grund, denn die Bilanz der beiden Teams in der vergangenen Runde ist nahezu identisch. Schifferstadt und Rüssingen holten jeweils 60 Punkte, Phönix hat ein Torverhältnis von 76:47, der TuS von 76:46. Beide verzeichneten 18 Siege und wurden bei sechs Remis sechsmal geschlagen. Die Nordpfälzer haben den zweiten Platz hinter FK Pirmasens II mit einer starken Rückrunde erreicht, in der nur die unbedeutende Partie am letzten Spieltag in Nanzdietschweiler (1:2) verloren wurde. Zuvor war Rüssingen 16 Mal in Folge ohne Niederlage geblieben. „Das ist eine erfahrene und abgezockte Mannschaft, die in der Offensive und bei Standards brandgefährlich ist“, verrät Peter Magin Respekt. Der Phönix-Spielleiter hatte Rüssingen beobachtet. Dazu hat der TuS, der etliche Spieler im Kader hat, die schon höherklassig gespielt haben, noch ein Ass im Ärmel. Ex-Nationalspieler Mario Basler spielt bisweilen mit. Wie Magin informierte, ist der frühere Profi in der Rückserie auf drei Einsätze gekommen. Gut möglich, dass er auch in den Aufstiegsspielen zur Verfügung steht. „Der Erfahrung der Rüssinger wollen wir jugendliche Begeisterung, Spielfreude und Leidenschaft entgegensetzen“, spricht Lautenschläger die Tugenden an, die Phönix die Vizemeisterschaft beschert haben. Am Sonntag im Spiel gegen Speyer (0:1) hatte das Team ein Durchschnittsalter von 21,4 Jahren. Heute werden Torjäger Lautenschläger und Innenverteidiger Jens Kohlgrüber wieder in den Kader zurückkehren. „Wichtig wäre, wenn René Reichert und Georg Ester dabei wären“, hofft der Coach auf zwei eminent wertvolle Spieler. Definitiv passen muss Sascha Weindel. Die Routine des Oberliga-erfahrenen Kapitäns hätte Schifferstadt gut brauchen können. „Die Mannschaft ist heiß“, betont Lautenschläger. Dennoch gelte es, kühlen Kopf zu bewahren und nicht zu verkrampfen, sagt der Trainer. Phönix wird in einem offensiven 4-4-2-System antreten, muss aber aufpassen, nicht ausgekontert zu werden. „Wir betrachten die beiden Spiele gegen Rüssingen als Zugabe. Sie sollen ein klasse Saison krönen“, meint der spielende Trainer. Die zweite Begegnung findet am kommenden Samstag, 17 Uhr, in Rüssingen statt. Bei Punktgleichheit gibt es ein drittes Spiel, da das Torverhältnis nicht zählt.

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