Fußball
Spiel des Tages: SV Ruchheim braucht in der A-Klasse in Friesenheim einen Sieg
Am Sonntag (15 Uhr) muss sich der SVR beim VfR Friesenheim beweisen. Dort geht zum Saisonschluss die Zeit von Spielertrainer Toni Butz, der in der Serie 2022/23 das Amt übernommen hatte, beim VfR zu Ende. „So ganz stimmt das ja nicht. Ich bin zwar ab Sommer kein Trainer mehr, bleibe Friesenheim aber als Spieler erhalten“, sagt der 40-jährige Kaufmann, der im Gewerbegebiet Oggersheim ein großes Möbelhaus leitete und für die Ausbildung von Führungskräften zuständig ist. Nachfolger des VfR-Urgesteins, der großes Verletzungspech im Team beklagt, wird Pietro Saito, der aktuell die Reserve trainiert, mit der er die Tabelle der C-Klasse Süd anführt.
Die Gründe sind besprochen und zeugen von der Konsequenz des gelernten Stürmers. „Es war klar, dass ich nur eine begrenzte Zeit als Trainer fungiere. Wir sind im vorigen Sommer aufgestiegen, und das Team ist nach einer guten Runde etabliert“, sagt Butz. Die Mission sei erfüllt, der Coach ist mit sich im Reinen. Aktuell ist der stabilisierte VfR in einer guten Phase, hat zuletzt in vier ungeschlagenen Begegnungen acht Punkte eingefahren. Noch nicht gewertet ist die abgebrochene Partie gegen Vatanspor Frankenthal. „Unsere Mitaufsteiger Beindersheim und Altleiningen tun sich schwerer“, hat der Trainer erkannt.
Wellenbad der Gefühle
Beim 3:3 beim TSV Eppstein gingen die Grün-Weißen durch ein Wellenbad der Gefühle. „Wir haben den Anfang verschlafen und geraten 0:2 in Rückstand“, berichtet Butz. Friesenheim drehte die Partie und musste am Ende mit einem Punkt zufrieden sein. Torwart Kevin Kerth, der zuvor einen Elfmeter parierte, war beim zweiten Strafstoß machtlos. Und Butz, der einstige Torjäger, der jetzt meist als Sechser unterwegs ist, stockte sein Torkonto mit einem Doppelpack auf sechs Treffer auf. Ein Ziel hat der VfR noch: In der Abschlusstabelle soll eine einstellige Platzierung herausspringen.
Der SV Ruchheim hat sein erstes Saisonziel erreicht: Der Gewinn des Kreispokals. „Nach dem Endspiel gegen den MSV in Rheingönheim habe ich viele glückliche Gesichter gesehen. Die Ruchheimer Zuschauer haben sich sehr über diesen Erfolg gefreut“, sagt Trainer Zdravko Barisic. Gefreut haben sich selbstredend auch die Protagonisten. Und wie lange wurde gefeiert? Der Übungsleiter überlegt, bleibt jedoch vage: „Am nächsten Tag war Feiertag, deswegen wurde es ziemlich spät“, sagt der 54-jährige Barisic und grinst. Warum auch nicht, Pokalsieger wird man schließlich nicht jedes Jahr.
Wichtige Punkte
Die Chancen auf Rang zwei schätzt der Coach als gut ein, auf dem SVR-Konto werden noch drei Punkte gutgeschrieben. „Beindersheim hat die Partie, die am Sonntag stattfinden sollte, wegen Personalmangels abgesagt. Ein Ersatztermin wurde nicht gefunden, und so wird das Spiel für uns gewertet“, informiert Barisic. Das Restprogramm mit Begegnungen in Friesenheim und Heßheim sowie dem Heimspiel gegen Arabia Frankenthal dazwischen klingt lösbar, zumal Konkurrent VfR Frankenthal zum Ende der Runde noch bei Vatanspor Frankenthal und daheim gegen den designierten Meister ESV Ludwigshafen antreten muss.
„Wir haben einen guten Kader und die Schwierigkeiten wegen vieler verletzter und erkrankter Spiele überwunden. Außerdem ist Ruchheim ein toller Verein“, verdeutlicht Barisic, der eigentlich nicht mehr als Trainer arbeiten wollte. Sein Bruder Goran und SVR-Sportchef Toni Antonaci hätten ihn überredet. Und sollte den Schwarz-Weißen tatsächlich der Aufstieg gelingen, kommt es in der nächsten Spielzeit zu einem Bruderduell, weil Goran nach Freinsheim wechselt. „Ihm kann ich nichts vormachen, er kennt mich und die Mannschaft sehr gut“, wagt Zdravko schon mal einen Blick nach vorne.