Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel So geht es den Eidechsen in LU-Gartenstadt

Mauereidechsen wie diese leben gerne auch bei Beton und Schotter.
Mauereidechsen wie diese leben gerne auch bei Beton und Schotter.

Die Stadtverwaltung hat Zahlen zum Eidechsen-Habitat in der Gartenstadt vorgelegt. Die Kosten sollen nicht weiter steigen – doch es gibt ein Problem mit Vandalismus.

2024 wurde ein etwa 25.000 Quadratmeter großes Gebiet östlich des Ernst-Reuter-Parks in der Gartenstadt zum Eidechsengebiet erklärt. Geschützte Mauereidechsen, die im Gebiet der Hochstraßen-Baustelle leben, müssen umgesiedelt werden. Auf der ehemaligen Wiese, die bereits vorher ein für den Artenschutz wichtiges Gebiet war, sollen sich die Reptilien wohlfühlen.

Nach knapp zwei Jahren hat die CDU-Fraktion des Ortsbeirats Gartenstadt jetzt nachgefragt, wie sich das Projekt entwickelt hat. Wie aus der Antwort der Stadtverwaltung hervorgeht, wurden bisher 379 Mauereidechsen abgefangen und umgesiedelt. Wie sich die Population in der Gartenstadt entwickelt, werde sich erst in diesem Jahr zeigen, da sie erst jetzt zum ersten Mal Eier legen werden. Man untersuche die Anzahl zwar nicht, habe aber bei routinemäßigen Begehungen „ein Auge drauf“.

Vandalismus ist ein Problem

Auch auf weiteren Baufeldern, wie zum Beispiel beim BASF-Gleis der Bahn, könnten in Zukunft Eidechsen gefangen werden. In der Regel werde aber im Vorhinein versucht, die Tiere zu vertreiben, damit insgesamt weniger von ihnen vor Ort eingefangen werden müssen. Aus ökologischer Sicht sei das Habitat ein Erfolg.

Wie die Stadt mitteilte, kostete die neue Eidechsenheimat bislang rund 380.000 Euro. Darin seien Kosten für die Pflege enthalten. Das Mähen der Fläche übernehme bislang ein Pferdehalter – kostenlos, denn er bekomme das Heu. Allerdings hätten 30.000 Euro zusätzlich ausgegeben werden müssen, um Schäden durch Vandalismus zu beseitigen. Das Betreten der Fläche ist verboten, der Kommunale Vollzugsdienst sei gebeten worden, öfter zu kontrollieren.

Die Antwort wurde vom Ortsbeirat so angenommen. Begrüßt wurde die Bitte nach mehr Kontrollen. Auch über Hundehalter gab es im Publikum Beschwerden. Diese leinten ihre Tiere nicht an, die dann die Eidechsen jagten.

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