Böhl-Iggelheim RHEINPFALZ Plus Artikel Seniorenwohnen am Schwarzweiher: Ein Zuhause für 41 Menschen

Die Eröffnung des Seniorenwohnens am Schwarzweiher fand bei schönem Wetter vor dem Gebäude statt. Auch zahlreiche Bewohner nahme
Die Eröffnung des Seniorenwohnens am Schwarzweiher fand bei schönem Wetter vor dem Gebäude statt. Auch zahlreiche Bewohner nahmen an der Feier teil.

Mit dem Seniorenwohnen am Schwarzweiher bekam Böhl-Iggelheim vor knapp einem Jahr sein zweites Seniorenwohnheim. Was die Bewohner an ihrem neuen Zuhause schätzen.

Nicht einmal drei Jahre ist es her, dass sich auf der Fläche zwischen dem Böhl-Iggelheimer Rathaus und den Einkaufsmärkten eine Großbaustelle befand. Im September 2023 wurde der Grundstein für das Seniorenwohnen am Schwarzweiher gelegt, das ebenso wie die zwei gegenüberliegenden Mehrfamilienhäuser von der HP Projektentwicklung GmbH mit Sitz in Hochdorf-Assenheim gebaut wurde. Am Mittwoch wurde das Seniorenheim offiziell eröffnet.

Leben ist in das Gebäude allerdings schon lange vorher eingekehrt. „Am 8. Juni 2025 sind die ersten drei Bewohner eingezogen“, erinnerte sich Einrichtungsleiterin Diana Ackermann in ihrer Ansprache. Ackermann hatte die Leitung des Seniorenheims bereits übernommen, als dieses noch ein Rohbau war. „Man brauchte viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie daraus ein Zuhause werden sollte“, bemerkte sie.

Angeregte Gespräche am Riesenschachbrett

Heute ist die Pflegeeinrichtung ein Zuhause für 41 Menschen. Hinzu kommen die Mieter der seniorengerechten Wohnungen im Obergeschoss, die zwar die Angebote des Seniorenheims in Anspruch nehmen können, jedoch eigenständig dort leben. Es habe sich im Haus bereits eine Gemeinschaft entwickelt, freute sich Diana Ackermann. „Es gibt sehr viel Interaktion.“

Das zeigte sich auch bei der Eröffnungsfeier, die wegen des schönen Wetters vor dem Haupteingang stattfand. Am Rande des Riesenschachbretts hatten es sich viele Senioren gemütlich gemacht und waren in angeregte Gespräche vertieft. So auch die Freundinnen Helga Büffor und Eva Steinel, die seit einigen Monaten in der Einrichtung wohnen. „Mir gefällt es hier gut“, lobte Helga Büffor. Die Lage, das Personal und die Gegend seien schön, fasste die Frankenthalerin ihre Eindrücke zusammen.

Erstes Haus der Orelia-Gruppe in Deutschland

Eva Steinel hob besonders die Lage am namensgebenden Schwarzweiher hervor, um den herum sie gerne spazieren gehe. „Und hier ist nicht so ein großer Trubel“, fügte die 85-Jährige hinzu. Den engagierten Einsatz der Pflegekräfte erwähnte Anita Wiemer. „Aber ich würde mir wünschen, dass mehr Personal da wäre“, sagte die gebürtige Iggelheimerin.

Gutes Personal zu finden sei gerade in Deutschland eine Herausforderung, stellte auch Johan Poel fest. Für den operativen Geschäftsführer der belgischen Orelia-Gruppe, die mit dem Seniorenwohnen in Böhl-Iggelheim ihr erstes Haus in Deutschland eröffnet hat, ist dies für den Standort jedoch gelungen. „Für uns ist es wichtig, dass wir hier ein starkes Team haben“, betonte er.

Betreiberfamilie zur Eröffnung angereist

Poel war schon bei der Grundsteinlegung dabei und hat die Entwicklung des Seniorenheims eng begleitet. „Bis jetzt ist es eine sehr positive Geschichte“, sagte er zufrieden und bezog dabei auch mit ein, dass Einkaufsmöglichkeiten, eine Arzt- und eine Physiotherapie-Praxis in direkter Nachbarschaft liegen. Zudem habe die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sehr gut funktioniert.

Welchen Stellenwert das erste deutsche Haus in dem Unternehmen mit mehr als 20 Seniorenheimen in Belgien und den Niederlanden hat, ließ sich auch daran erkennen, dass die Betreiberfamilie Van den Brande, die hinter der Orelia-Gruppe steht, zur Eröffnungsfeier angereist war. Jan van den Brande übernahm auch die Aufgabe, gemeinsam mit Böhl-Iggelheims Bürgermeister Peter Christ (CDU) das Band durchzuschneiden.

Einrichtung derzeit voll belegt

Christ, der eigentlich nur als Gast gekommen war, bekam von Poel spontan das Mikrofon gereicht. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, daran zu erinnern, dass die Einrichtung ihm ihren Namen verdanke. Bei der Grundsteinlegung sei er gefragt worden, wie man das zweite Seniorenheim in der Gemeinde denn nennen könne. Seine Antwort: „Am Schwarzweiher würde sich anbieten.“ Und er freute sich, dass sein Vorschlag offenbar für gut befunden wurde.

Auch HP-Geschäftsführer Felix Pfirrmann nahm an der Eröffnung teil. Gerade einmal 18 Monate habe es vom Baubeginn bis zum Einzug der ersten Bewohner gedauert, sagte er und erklärte: „Das ist zügig.“ Interessenten ließen Pfirrmann zufolge ebenfalls nicht lange auf sich warten. „Die Nachfrage war sehr groß“, erklärte er. Und so ist die Einrichtung aktuell voll belegt.

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