Ludwigshafen Seitenwechsel:

Die Rivalität zwischen Fußball-B-Ligist ASV Edigheim und seinem Lokalrivalen TV Edigheim ist groß. Und was gibt es Schöneres, als das Derby auf dem Platz des Nachbarn zu gewinnen. Diesen Moment hielt der TVE nach seinem 2:1-Erfolg am Samstag mit einem Foto der siegreichen Mannschaft fest. Im Hintergrund wehte die rot-weiße Fahne mit der Aufschrift TV 1895 Edigheim, und das Lied vom Derbysieger war nicht zu überhören. Doch bei aller Brisanz gibt es doch Momente, in denen die Rivalität in den Hintergrund rückt. So etwa kurz nach der Pause, als ASV-Kapitän Marcin Rozanski benommen zu Boden ging und teilweise wie weggetreten wirkte. TVE-Mittelfeldspieler Matthias Kanzok war sofort zur Stelle, sorgte für die stabile Seitenlage Rozanskis und leistete Erste Hilfe. Nach ein paar Minuten ging es für den Kapitän weiter. Eine schöne Geste, die zeigt, dass auch ein Derby nur ein Fußballspiel ist und es wichtigere Dinge gibt. (thl) Noch mal zum Edigheimer Derby und einer kleinen Randerscheinung der Begegnung. TVE-Trainer Matthias Mayer stand nach dem Spiel gerade der Presse Rede und Antwort, da näherte sich Andreas König, über viele Jahre Leistungsträger des ASV Edigheim und inzwischen beim ESV Ludwigshafen gelandet, mit seinem drei Jahre alten Sohn Jannik im Schlepptau. „Ich will den Trainer abklatschen“, sagte der Dreikäsehoch mit wichtiger Miene. Mayer hielt ihm seine Hand hin, und der kleine Jannik klatschte den TVE-Übungsleiter begeistert ab. Der Sohn eines „Ur-Blauen“ klatscht den Trainer der „Roten“ ab, wie ist so etwas nur möglich? Das grenzt ja schon fast an Hochverrat. Coach König lächelte und brachte Licht ins Dunkel. Jannik und Mayers Sohn Lukas besuchen denselben Kindergarten und sind beste Freunde. Wie gesagt: Es gibt eben wichtigere Dinge als ein Fußballspiel. Auch wenn es ein Derby ist. (thl) Wenn Fußball-C-Junioren-Regionalligist Phönix Schifferstadt spielt, dann fühlen sich Tiere offenbar angezogen. Gab es in der Vorsaison eine Begegnung mit einem Storch, so machte beim Testspiel in Sandhausen ein Bienenschwarm den Kickern das Leben schwer. In einer Ecke der überdachten Kabine für Ersatzspieler und Trainer entdeckten die Schifferstadter ein Bienennest. Der Versuch, sich mit den Tierchen anzufreunden, ging schief. Obwohl sich die Schifferstadter nach Möglichkeit nicht bewegten, riefen sie offenbar Argwohn unter den Bienen hervor. Ein Reservist suchte wegen einer Allergie sofort das Weite, ein anderer wurde in den Finger gestochen und floh. Und auch Co-Trainer Marco Oberdorf wurde von den Tieren verfolgt. Die 1:3-Niederlage spielte da nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger war da schon, dass die Schifferstadter die Begegnung mit den Bienen halbwegs unbeschadet überstanden. (thl) Bei der Aktion „Fair ist mehr“ des Südwestdeutschen Fußballverbandes werden besonders faire Aktionen auf dem Fußballplatz honoriert. Mike Iskra, Spieler des Fußball-A-Ligisten Arminia Ludwigshafen II, ist schon öfter positiv aufgefallen. Kürzlich ist nun auch sein Trainer Maik Unfricht ausgezeichnet worden. Mit Spielleiter Frank Schmidt waren die beiden zur Abschlussveranstaltung des Verbandes eingeladen. Unfricht hatte einen gegnerischen Spieler, der sich in einem Zweikampf eine klaffende Wunde am Kopf zugezogen hatte, fachmännisch verbunden, sodass der Spieler mit einem „Turban“ weiterspielen konnte und dazu beitrug, dass die Arminia die Partie verlor. Iskra hingegen bekam nach einem Zweikampf einen Freistoß in Strafraumnähe zugesprochen. Weil nach seiner Auffassung kein Foul vorlag, schoss er den Freistoß weit am Tor vorbei. Maik und Mike leben also „Fair Play“ vor und sind Vorbilder für andere. (thl)

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