Ludwigshafen
Schnelles Internet für Ludwigshafen: Spatenstich für Glasfaserausbau in der Gartenstadt
Auch wenn eine Landesgrenze und ein Fluss Mannheim und Ludwigshafen trennen – für die Telekom gehören die Schwesterstädte zusammen. Joachim Otto ist Gesamtverantwortlicher für den Glasfaserausbau im nördlichen Teil Baden-Württembergs. Dafür werden Mannheim und Ludwigshafen als Einheit gesehen. „Zusammen bilden die beiden Städte ein Schwerpunkt unseres Ausbauprogramms“, erklärt Otto.
Wichtigster Kunde GAG
Und gemeinsam mit den Kommunen betrachte man Gebiete, in denen der Ausbau auch wirtschaftlich Sinn macht. „Hier in der Gartenstadt haben wir die Wohnungsbaugesellschaft GAG als wichtigsten Kunden vor Ort.“ Mit rund 3000 Wohneinheiten, die den Glasfaseranschluss im Vollausbau erhalten, sei eine gute Grundlage gelegt.
„Wir hoffen natürlich, dass sich noch viele weitere Eigentümer daran anschließen.“ Und zwar am besten im Vorfeld, wenn die Bagger noch einige Hundert Meter von der eigenen Grundstücksgrenze entfernt sind, „und nicht erst, wenn sie schon vorbeigezogen sind“. Das erschwere und verteure schließlich den Anschluss, der bei zeitiger Bestellung und Buchung kostenfrei erfolge. Klimafreundlicher sei der neue Übertragungsweg außerdem, weil die neuen Datenleitungen energieeffizienter als die bisherigen Kupferkabel arbeiten.
„Großer Standortvorteil“
„Wir freuen uns, dass die Bürger und Unternehmen hier in der Gartenstadt diese Möglichkeit erhalten“, betont Beigeordneter Alexander Thewalt (parteilos) beim offiziellen Auftakt der Maßnahme. Die faustdicke Leitung mit den unterschiedlichen Kabelsträngen seien „als schnelleres und besseres Netz für die Bürger und den Bürostandort ein großer Standortvorteil“. Die Einschränkungen für den Ausbau halten sich dabei in möglichst engen Grenzen. Im Idealfall werden die Kabel in einem Straßenzug innerhalb eines Tages im Gehsteig verlegt. „Nur bei Querungen und Knotenpunkten kann es manchmal etwas länger dauern.“
Bis Ende 2027 sollte die beauftragte Baufirma Fischer Bau und Immobilienberatung GmbH rund 50 Kilometer Kabel im Erdreich versenkt haben. Ein Ansprechpartner vor Ort, der für die Anwohner außerdem über die per Flugzettel verteilte Telefonnummer erreichbar ist, stehe ständig für Fragen zur Verfügung. Außerdem sind im Gebiet auch erkennbar gekleidete Telekom-Mitarbeiter unterwegs, die, auch in Sachen eigener Hausanschluss, ebenfalls ansprechbar sind.
„Mehr und mehr Magenta“
„Ludwigshafen wird mehr und mehr Magenta“, verspricht Otto zum Auftakt. Man habe aus der Erfahrung der Vergangenheit gelernt und trete mittlerweile selbst als Auftraggeber für Unternehmen des Vertrauens auf und verhindere damit eine immer weitere Unterteilung in Sub- und Sub-Sub-Unternehmen, so Otto. Damit sei auch der Qualitätsstandard gesichert. Und weitere Stadtteile seien bereits in Planung. In der Pfingstweide und der Notwende soll ebenfalls noch in diesem Jahr mit der Verlegung der mittlerweile magentafarbenen Kabelstränge für die Glasfaseranschlüsse begonnen werden, kündigt Otto an. Bau - und Umweltdezernent Thewalt hört das gerne.