Ludwigshafen
Sanierung des Rheingönheimer Gemeindehauses verzögert sich
Am Anfang des Jahres war der Rheingönheimer Ortsvorsteher Wilhelm Wißmann sehr optimistisch, dass das Gemeindehaus in der Dorfmitte ab März saniert wird. Passiert ist in dieser Sache seither aber noch nicht viel. Bis zum Jahresende wird sich auch gewiss nichts mehr tun. Denn bei den Vorbereitungen für die Einrichtung der Baustelle habe man festgestellt, so Wißmann am Mittwochabend im Ortsbeirat, dass die angedachte Verkehrsführung nicht ausreicht.
Es würden doppelt so viele Baustellenampeln benötigt wie zunächst vorgesehen, informierte Wißmann weiter. Das erhöhe die Kosten deutlich, daher müsse das Projekt nun noch einmal im Bau- und Grundstücksausschuss besprochen und erneut darüber abgestimmt werden. Wißmann geht daher davon aus, dass die Sanierung des Gemeindehauses sich um mindestens ein Jahr verzögert und erst im März 2022 startet.
Fassade verblasst, Technik veraltet
Nach den bisherigen Planungen soll dann zunächst der Keller des denkmalgeschützten Gebäudes in Angriff genommen werden. Im Anschluss stehen die Dach- und Fassadensanierung auf dem Programm.
Am Gemeindehaus nagt sichtbar der Zahn der Zeit. Die Lage direkt an der Kreuzung Hauptstraße/Hoher Weg mit hohem Verkehrsaufkommen hat erheblich dazu beigetragen, dass die Fassade verblasst und verschmutzt ist – von den Schäden am Putz ganz abgesehen. Auch in den Innenräumen liegt einiges im Argen. Die Eingangstür aus Holz ist verzogen und quietscht, die halb gewendelte Holztreppe knarrt, die Haustechnik ist veraltet, und die Fensterläden sind auch irgendwann auf der Strecke geblieben. Zudem ist das Gebäude nicht barrierefrei zugänglich.
