Ludwigshafen Rohre liegen noch

Die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft am Unglücksort im BASF-Nordhafen werden voraussichtlich bis Anfang Dezember dauern. Das hat der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber gestern auf Anfrage mitgeteilt.
Die Staatsanwaltschaft will Teile der Rohrleitungen abtrennen und per Lastwagen auf ein Gelände der Bereitschaftspolizei in Enkenbach-Alsenborn (Kreis Kaiserslautern) abtransportieren. Dort sollen die Pipelinestücke von technischen Gutachtern untersucht werden, um den Unfallhergang zu rekonstruieren. Leitender Oberstaatsanwalt Ströber besteht darauf, dass sämtliche Leitungen in der Umgebung des Explosionsorts geleert und außer Betrieb genommen werden, bevor die Beweisstücke abgesägt und gesichert werden. „Die BASF hat uns noch nicht gemeldet, dass sämtliche Rohre frei sind“, sagte der Chefermittler der RHEINPFALZ. Er rechnet damit, dass die Spurensicherung im Hafen noch bis in die kommende Woche dauert. Erst dann werde die Staatsanwaltschaft die beschlagnahmte Unglücksstelle wieder freigeben, damit die BASF dort mit Reparatur- und Aufräumarbeiten beginnen kann. BASF-Werkleiter Uwe Liebelt hatte Anfang November im Stadtrat gesagt, er rechne damit, dass es einige Monate dauern wird, bis der Nordhafen wieder in Betrieb gehen kann. Vor dem Unglück (17. Oktober) wurden in den auf Gefahrgüter spezialisierten Hafenanlagen insgesamt 2,6 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen – das entspricht nach Konzernangaben rund 20 Prozent des gesamten Warenumschlags am Standort Ludwigshafen. |mix