Ludwigshafen Rheingönheim: CDU und Grüne fordern Landschaftsschutz statt Baugebiet
In Rheingönheim wächst der Widerstand gegen die Pläne der Verwaltung, neue Baugebiete am Rand des südlichen Stadtteils auszuweisen. Rheingönheim sei der grüne Süden Ludwigshafens. So solle es auch bleiben. Darin sind sich die Mitglieder der Fraktionsgemeinschaft von CDU und Bündnis 90/Die Grünen in Rheingönheim einig. Daher haben die Parteien jetzt nach eigenen Angaben den Antrag gestellt, Gebiete im Bereich der Gemarkungen „Im Kappes“ und „Obere Weide“ unter Landschaftsschutz zu stellen. „Rheingönheim besitzt viele schützenswerte Grün- und Biotopflächen, welche von der Stadt in mehreren Umweltberichten erwähnt sind“, sagt dazu Joachim Zell (CDU). Daher sei es für ihn auch unverständlich, dass die Stadt nicht mehr für den dauerhaften Schutz dieser Flächen tue. Ausgehend von den letzten Umweltberichten der Stadt und dem Informationssystem der Naturschutzverwaltung beim Land, habe die Fraktionsgemeinschaft daher beantragt, Biotope und schützenswerte Flächen unter Landschafts- oder Naturschutz zu stellen. Damit würden die Vorgaben und Pläne von Land und Stadtverwaltung endlich auch umgesetzt. Mathias Weickert (Grüne) sagt: „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, wieso die Stadt die zum Teil selbstgesteckten Ziele bis heute nicht umgesetzt hat. Sowohl die Umweltberichte aus 2009 und 2014 als auch das Klimagutachten der Stadt offenbaren die zentrale Bedeutung der Rheingönheim umgebenden Flächen für das lokale Ortsklima und belegen beispielsweise deren kühlende Wirkung im Sommer.“ Die Parteien können daher nicht nachvollziehen, dass die Verwaltung die Unterschutzstellung bisher nicht eingeleitet hat.