Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Rekord beim Hallensportfest: 19 Ludwigshafener Grundschulen am Start

Das Hallensportfest der Ludwigshafener Grundschulen hat den klassischen Gerätewettkampf durch spielerische Übungen ersetzt.
Das Hallensportfest der Ludwigshafener Grundschulen hat den klassischen Gerätewettkampf durch spielerische Übungen ersetzt.

Unsportliche und unbewegliche Kinder? Sicher nicht in Ludwigshafen. Mit Rekordbeteiligung wurde in der Heinrich-Ries-Halle das Hallensportfest der Grundschulen gefeiert.

Das Hallensportfest ersetzt seit Jahren den früheren Turnwettkampf. Damals waren teils nur noch die Staffeln von drei Schulen vertreten. Mittlerweile organisieren die beiden Fachberater Schulsport, Sandra Staat und Jörg Streb, einen Wettkampf, der nur noch spielerische Turnelemente enthält. „Es geht um Sprungkraft, Beweglichkeit, aber auch Koordination“, erklärte Staat die Stationen, die inzwischen nicht mehr „Sprung“, „Reck“ oder „Rolle Vorwärts“, sondern „Sitzkreisel“, „Bankziehen“, „Gummitwist“ oder „Grätschsitzrutschen“ heißen. Das hat sich herumgesprochen: Mit 19 angemeldeten Grundschulen verzeichnete das Hallensportfest einen neuen Rekord – nach 14 Schulen im Vorjahr.

Insgesamt zehn Stationen hatten die beiden Fachberater für die Schulstaffeln aufgebaut. Hier zogen sich die Nachwuchssportler beispielsweise eine schräge Turnbank nach oben, tauchten unter aufgebauten Matten ab, balancierten über den Schwebebalken („Balancieren! Nicht Rennen!“, so die Dauerermahnung) oder transportierten Reifen per Rumpfbeugen von einem Hütchen vorne zu dem Hütchen hinter dem Kopf.

152 Kinder am springen und balancieren

Jeweils acht junge Sportler schickten die Grundschulen dafür an den Start. Das macht zusammen 152 Kinder, die balancierten, sprangen oder auch zogen und drückten – kurz: Sie turnten, ohne es so zu bezeichnen. „Es sind mit Turnen verwandte Sportarten“, präzisierte Staat.

Dabei hatten sie und ihr Kollege vor allem ein großes Problem: Für alle Stationen waren nicht genügend Lehrkräfte als Betreuer in der Halle. Lehrermangel eben. Kurzerhand sprangen Eltern ein, zählten Wiederholungen oder unterstützten an den Stationen. Für die beiden Fachberater war das der ruhigste Teil der Veranstaltung. Während Staat die Wettkampfzeit im Blick hatte, übernahm Streb direkt nach den Geräten die Auswertung. Am Ende gab es Gold, Silber und Bronze – letztlich für alle.

Gold ging an die Vertretungen von Rupprechtschule, Karl-Kreuter-Schule, Albert-Schweitzer-Schule, Alfred-Delp-Schule, Lessing-Schule und Mozartschule Rheingönheim. Von Platz sieben bis 13 wurde Silber verteilt, die übrigen Schulen freuten sich über Bronze. Enttäuschte Gesichter gab es also nicht – und das wiederum ist Grund genug, dass im kommenden Jahr zumindest die 19 Schulen dieser Auflage wieder mit am Start sind.

„Es lief wirklich alles super“, freute sich die Organisatorin und wertete die Rekordbeteiligung als Beleg dafür, dass die spielerischen Wettkämpfe besser ankommen als das klassische Geräteturnen. So gut, dass es in der Halle langsam zu eng für weitere Stationen werden könnte. Ein gutes Signal für sportliche Kinder.

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