Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Polizeiaktion vor Rhein-Galerie: Warnung vor Taschendieben und einfache Tipps

Mit aufgesprühten Warnhinweisen machten Kai Antes (links) und seine Kollegen auf die Gefahr von Taschendiebstählen aufmerksam. O
Mit aufgesprühten Warnhinweisen machten Kai Antes (links) und seine Kollegen auf die Gefahr von Taschendiebstählen aufmerksam. Ortsvorsteher Christoph Heller und Centermanager Patrick Steidl waren ebenfalls zur Informationsveranstaltung gekommen.

Mit Warnhinweisen auf dem Gehweg und einem Infostand hat die Polizei in Ludwigshafen über Taschendiebstähle aufgeklärt. Die Fallzahlen steigen.

„Achtung Taschendiebe – Pickpockets“: Mit dieser Warnung besprühte Kai Antes am Samstag den Gehweg vor dem Platz der Deutschen Einheit. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Polizei, dem Ortsvorsteher der Südlichen Innenstadt Christoph Heller (CDU) und Rhein-Galerie-Centermanager Patrick Steidl informierte der Leiter der Polizeiinspektion Ludwigshafen 1 über Taschendiebstähle und einfache Schutzmaßnahmen.

„Wir wollen ansprechbar sein“, erklärte Antes das Ziel der Aktion vor dem Einkaufszentrum. Denn die Zahl der Taschendiebstähle sei in den vergangenen Jahren gestiegen, sagte Heller. „Leicht angestiegen“, präzisierte Antes und verwies auf 164 Fälle im Jahr 2023, 171 Fälle 2024 und 180 Fälle im vergangenen Jahr im Stadtgebiet Ludwigshafen. Deutlich sei allerdings der Anstieg im ersten Quartal 2026: 55 Fälle gegenüber 33 im Vorjahreszeitraum.

Für die Rheingalerie relevant

Grund genug, erneut an einfache Vorsichtsmaßnahmen zu erinnern. „Geldbörsen und Wertgegenstände in verschlossenen Innentaschen tragen, Taschen schließen und eng am Körper halten sowie ausreichend Abstand zu fremden Personen wahren“, zählte Antes auf.

Auch Ortsvorsteher Heller achtet im Alltag darauf. „Wenn ich sehe, dass Leute mit offenem Rucksack oder offener Handtasche unterwegs sind, spreche ich sie an“, sagte er. Gerade in der Innenstadt mit ihren stark frequentierten Bereichen böten sich für Diebe viele Gelegenheiten. „Wir waren noch keine fünf Minuten hier, da hat uns schon jemand angesprochen, weil er gerade in der Rhein-Galerie einen Taschendiebstahl beobachtet hat.“

Auch für die Rhein-Galerie sei das Thema relevant, erklärte Centermanager Steidl. Deshalb habe man die Anfrage der Polizei nach einem Informationsstand gerne unterstützt. „Aber ich würde nicht sagen, dass Taschendiebstähle bei uns ein großes Problem sind. Wir haben eher mit Ladendiebstählen zu tun.“

„Die nutzen jede Gelegenheit“

Oft handle es sich um dieselben Tätergruppen, ergänzte Antes. „Die nutzen einfach jede Gelegenheit.“ Häufig seien die Täter organisiert unterwegs. „Einer lenkt ab, einer rempelt an und einer greift zu“, beschrieb der erfahrene Polizist das typische Vorgehen. Besonders ältere Menschen oder Personen mit Rollator und Krücken gerieten ins Visier, weil sie Diebe kaum verfolgen könnten. „Deshalb ist es keine gute Idee, Geldbeutel oder Wertgegenstände im Korb des Rollators abzulegen. Trotzdem passiert das immer wieder.“

Die Polizei setzt deshalb regelmäßig auf direkte Aufklärung vor Ort. „Wir versuchen, zwei Mal pro Jahr in jedem Stadtteil präsent zu sein“, sagte Antes. Außer Taschendiebstahl gehe es dabei je nach Schwerpunkt auch um Enkeltrick oder Internetkriminalität. Unterstützt werden die Aktionen unter anderem durch mit Sprühkreide aufgebrachte Warnhinweise auf Gehwegen.

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