Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: FC Arminia Ludwigshafen schlägt sich in Engers selbst

Auf ungewohnter Position: Philip Krischa.
Auf ungewohnter Position: Philip Krischa.

Mit der zweiten Auswärtsniederlage in Folge ist Oberligist FC Arminia Ludwigshafen tief in den Abstiegssumpf eingetaucht. Trainer Marco Laping weiß, dass etwas fehlt.

„Engers hat so gespielt, wie wir die Mannschaft erwartet haben. Fast ausnahmslos mit langen Bällen, großer Robustheit und Körperlichkeit. Dazu kam der Gegner über viel Mentalität“, beschreibt Laping die Grün-Weißen. Engers lief zu Beginn die Gäste ständig hoch an, um so den Aufbau der Arminia früh zu stören. Das 1:0 von Gabriel Müller fiel bereits nach neun Minuten, als der FCA nicht gut verteidigte und Torwart Peter Klug einen Moment zögerte. Danach waren die Ludwigshafener besser im Spiel, hatten mehr Ballbesitz und setzten sich oft über außen durch. „Die Flanken erreicht aber nicht ihr Ziel, weil wir nicht gut positioniert waren und eine schlechte Strafraumbesetzung hatten“, kritisiert der Coach.

Nach einem Foul, das Laping als „ganz klar außerhalb des Strafraums“ bezeichnete, bekamen die Einheimischen einen Elfmeter zugesprochen und hätten den Vorsprung ausbauen können. Doch Klug parierte den Schuss und hielt sein Team im Spiel (30.). Wenig später hieß es aber doch 2:0. Nach einem Steilpass der Platzherren wurde die Kugel in die Mitte gespielt, wo Kevin Lahn zum Abschluss kam (36.). Eine kalte Dusche für die Arminia, die kurzfristig auf den erkrankten Wal Fall verzichten musste. Für ihn rückte Philip Krischa eine Reihe nach hinten und lieferte nach den Worten seines Trainers eine überragende Partie ab und sei bester Mann auf dem Spielfeld gewesen.

Viele Chancen verpasst

Nach Wiederbeginn stellten die Schwarz-Weißen auf ein 4-1-4-1-System um. „Der Gegner war nach dem hohen läuferischen Aufwand der ersten Hälfte mausetot und wir haben einen Angriff nach dem anderen gestartet“, schildert der Übungsleiter das Geschehen. Nach einer Flanke von Yassin Memokoh verkürzte Noah Hannawald aus dem Gewühl auf 1:2 (52.). Danach hatte die Arminia genügend und zudem klare Gelegenheiten, mit denen sie nicht nur hätten ausgleichen, sondern die Partie sogar drehen können. Jhon Mosquera köpfte zweimal an die Latte, Lukas Hartlieb besaß eine gute Kopfballchance und auch Hannawald sowie Maximilian Krämer hätten treffen können.

„Da haben uns Biss und Gier gefehlt, der Gegner wollten den Sieg mehr als wir“, kritisiert Laping. Während dem FCA in den entscheidenden Situationen die Entschlossenheit fehlte, klärte Engers mehrfach im Fünfmeterraum oder auf der Linie, blockte im letzten Moment Abschlüsse des FCA und hielt das Tor sauber. Im Gegenteil: Einen Konter schloss Sören Klappert zum 3:1-Endstand ab (77.). Ein Foul an Memokoh im Strafraum sei ungesühnt geblieben (84.).

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