Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: Arminias Remis mit einem kleinen Schönheitsfehler

Duell der Kapitäne: Arminia-Torschütze Ricardo Antonaci (links) gegen Daniel von der Bracke.
Duell der Kapitäne: Arminia-Torschütze Ricardo Antonaci (links) gegen Daniel von der Bracke.

Der FC Arminia Ludwigshafen verhindert gegen TuS Koblenz eine Heimniederlage und tankt Selbstbewusstsein für das Kellerderby gegen den FV Eppelborn.

Stabilität in die Mannschaft zu bringen und die Spieler wieder aufzubauen: Das war die Vorgabe des neuen Trainers Ralf Gimmy vor dem Heimspiel des FC Arminia Ludwigshafen gegen den TuS Koblenz. Die Gastgeber waren gegen den Tabellenvierten klar in der Außenseiterrolle. Auf dem Platz war das aber nicht unbedingt zu sehen.

Stabilität verlieh den Ludwigshafenern erst einmal eine Dreierkette, die in der Defensive zu einer Fünferkette wurde. Das Bollwerk mit Lukas Hartlieb, Wal Fall und Jhon Mosquera als Herzstück stellte den ehemaligen Zweitligisten gerade in der ersten Hälfte vor größere Probleme. Als Folge verzeichnete der Gast im mit 430 Zuschauern gefüllten Südweststadion keinen einzigen Torabschluss in den ersten 45 Minuten. „Wir haben gut gestanden, allerdings haben wir im Angriff unsere Chancen nicht gemacht“, kritisierte Gimmy nach seinem ersten Auftritt als Arminia-Trainer. Im Blick hatte er unter anderem die erste gute Torchance der Gastgeber nach sechs Minuten, als Steffen Straub nach einer Hereingabe von Yassin Memokoh den Ball knapp neben den rechten Pfosten setzte. Es sollte nicht die letzte gute Chance für die Arminia im Spiel bleiben.

Mosquera zu spät

Die Wahrheit des Spiels ist aber auch, dass Koblenz im Südweststadion keinen guten Tag erwischt hatte. Im Angriff blieb der Gast ohne zündende Idee und war daher nach der torlosen ersten Hälfte auf einen Elfmeter angewiesen, um in Führung zu gehen. Vorausgegangen war eine eigene Ecke und ein schnelles Umschalten der Gäste, bei dem die Restverteidigung der Arminia nicht gut aussah. In der Folge sah sich Mosquera zwei freien Angreifern gegenüber. Sein Positionsspiel war zwar gut, aber nach Ansicht des Unparteiischen kam er dann im Strafraum mit seiner Grätsche gegen Igor Blagojevic zu spät. „Ich denke, man hätte vielleicht auch anders entscheiden können“, kommentierte Arminias Tim Amberger die Entscheidung auf Strafstoß. Deny Vyrvch ließ sich die Chance nicht entgehen, auch wenn Arminias Schlussmann Kevin Urban die Ecke erahnt hatte, aber zu spät war (53.).

Gimmy reagierte, löste die Dreierkette zugunsten einer Viererkette auf und brachte mit Bastian Hommrich und Maximilian Krämer sowie etwas später Leon Zinnicke drei frische Offensivkräfte. Das zeigte Wirkung. Der wuselige Steffen Straub vergab eine gute Möglichkeit auf den Ausgleich (60.), seine Ecke war dafür umso besser. Sie erreichte am hinteren Pfosten Arminia-Kapitän Ricardo Antonaci, der unbehelligt zum verdienten 1:1 einköpfte. Yakup Polat bediente dann Zinnicke, der Stürmer scheiterte aber frei vor dem Tor an TuS-Torhüter Michael Zadach (83.). Es wäre der ersehnte Befreiungsschlag gewesen. Stattdessen gab es noch einen Nackenschlag: Der bereits verwarnte Philip Krischa kassierte wegen Meckerns in der letzten Minute der Nachspielzeit völlig unnötig die Gelb-Rote Karte und fehlt im Spiel gegen den FV Eppelborn.

Gimmy war insgesamt dennoch zufrieden: „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie noch lebt. Das war wichtig. Auch ein Punktgewinn kann der Auftakt für eine Serie sein“, nennt er die positiven Eckpunkte der Partie. Das wichtige Spiel stehe aber gegen den Tabellenletzten am Mittwochabend (19 Uhr) auf dem heimischen Kunstrasen an. „Da müssen wir gewinnen, um im Abstiegskampf weiter mitzumischen.“ Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht seine Worte: Der FC Arminia Ludwigshafen ist trotz des Punktgewinns auf den vorletzten Platz abgerutscht, da der FV Diefflen den FC Emmelshausen-Karbach 2:0 besiegt hat. Das erhöht den Druck für das kommende Heimspiel.

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