Ludwigshafen
OB: Keine Entwarnung in Sachen Corona
Die OB warb erneut für die Grippeschutzimpfung. „Das Robert Koch-Institut beschreibt zunehmend, dass im Rahmen der Pandemie eine hohe Influenza-Impfquote – insbesondere bei den Risikogruppen – essenziell ist, um schwere Verläufe und entsprechende Einweisungen ins Krankenhaus zu verhindern.“
Neue Impfbustermine
Für all jene, die sich bisher noch nicht für eine Impfung gegen Covid-19 entschließen konnten, verwies Steinruck auf die kommenden Termine, an denen der Impfbus wieder Halt in Ludwigshafen macht. Es sind dies jeweils von 8 bis 16 Uhr der 10. November an der Berufsbildenden Schule Ludwigshafen (Franz-Zang-Straße), der 19. November an der IGS Edigheim (Mühlaustraße), der 24. November beim Bauhaus (Oderstraße) und der 29. November bei Aldi Süd (Industriestraße).
Für Schüler ab zwölf Jahren in Ludwigshafen gibt es darüber hinaus ein Impfangebot auf Initiative des Landesimpfzentrums und der Stadtverwaltung, wie die OB berichtete. Noch bis 12. November können sich Jugendliche und ihre Eltern beim Landesimpfzentrum melden, dessen Mitarbeiter dann Impftermine für die Schüler bei niedergelassenen Ärzten organisieren. „Bisher konnten rund 40 Menschen auf diesem Weg Impfungen erhalten“, sagte Steinruck und sprach ihren Dank all jenen aus, die sich in den vergangenen Monaten im Impfzentrum engagiert haben: „Wir können gar nicht wertschätzen, was die Mitarbeiter dort geleistet haben.“
Rund 180 Helfer im Einsatz
Insgesamt haben sich von Anfang Januar bis Ende September rund 180 Helfer im Impfzentrum engagiert: Ärzte, medizinische Fachangestellte, Rettungssanitäter, Apotheker, pharmazeutisch-technische Assistenten oder auch Bürokräfte.
Die bisherigen Kosten für das Impfzentrum in der Walzmühle, die das Land übernimmt, belaufen sich laut Koordinatorin Ramona List auf rund 2,5 Millionen Euro. Im Stadtrat präsentierte sie dazu erstmals eine genaue Aufschlüsselung. Demnach entfielen rund 840.000 Euro der Kosten auf die Beschäftigung des Unterstützungspersonals (exklusive Ärzte), rund 700.000 Euro erstattete das Land für den Kostenpunkt Impfkoordinatoren und Bürokräfte, 470.000 Euro schlugen für Leistungen von Security-Mitarbeitern zu Buche.
Darüber hinaus fielen 56.000 Euro für die Reinigung, zirka 21.000 Euro für die städtische IT-Struktur samt Internetzugang sowie rund 5000 Euro für Dolmetscher an. Die Miete für die Räume des Landesimpfzentrums in der Walzmühle beliefen sich bis zum 30. September auf rund 420.000 Euro.
95.000 Impfungen
Insgesamt wurden im Impfzentrum zwischen 7. Januar und 30. September rund 95.000 Impfungen verabreicht. In 2500 Fällen wurden dabei unter 18-Jährige geimpft, bei 619 Terminen handelte es sich nach Angaben von Koordinatorin Ramona List um Drittimpfungen.