Ludwigshafen Noch immer keine Lösung gefunden

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LUDWIGSHAFEN. Jugendnationalspielerin Rebecca Brecht von Spitzenreiter TSV Kandel hat Frauenhandball-Oberligist TSG Friesenheim drei Sekunden vor dem Abpfiff um den Sieg gebracht. Sie glich zum 28:28 (16:16) aus. Es war die letzte Partie, in der Rudolf Heßler als Aushilfe das Sagen hatte. Noch ist die Trainerfrage nicht geklärt.

Die Erleichterung war ihm deutlich anzumerken. Immer wieder reckte er die linke Faust nach oben. Rudolf Heßlers Herz gehört auch dem Frauen-Handball, weil „Ringlo“ bis vor eineinhalb Jahren das Oberligateam selbst gecoacht hatte, aber auch, weil er über viele Jahre als Trainer den Mädchen-Nachwuchs zu südwestdeutschen Meisterschaften führte. Da die TSG-Frauen seit der Aufgabe von Trainer Lothar Katzdobler Mitte November ohne sportliche Leitung dastanden, fühlte sich Heßler angesprochen. In Wittlich saß er erstmals wieder auf der Bank, nachdem in den Wochen zuvor Werner Wilhelm und dann Sandra Senk das Coaching übernommen hatten. Heßler bat Ben Matschke, den Trainer der Zweitliga-Handballer, um Unterstützung für die Frauen. David Schmidt aus seinem Kader übernahm die Dienstagseinheit, aber auch Nachwuchskoordinator Thorsten Schmid half. Noch ist kein neuer Trainer in Sicht. Und einen Schnellschuss in der Trainerfrage will Abteilungsleiter Jürgen Karl vermeiden. „Wir sind seit Wochen in intensiven Gesprächen. Aber die Wunschkandidaten sind nicht frei“, sagte Karl. Sein Plan ist, eine mittel- bis langfristige Lösung zu finden, und eine Verzahnung zur geplanten A-Jugend herzustellen. Ob Michael Pfeil diese Aufgabe antreten wird, steht in den Sternen, da er eine berufliche Veränderung anstrebt. Die Zeit drängt, weil es bei der TSG bereits am 9. Januar mit dem Pokalspiel gegen Waldsee weitergeht. Die TSG-Sieben um Carolin Aulenbacher will dort weiter machen, wo sie gegen Kandel aufhörte. Den Sieg hatte Friesenheim nach einer kampfbetonten Partie vor Augen, ehe der Spitzenreiter dem Gastgeber noch einen Punkt abknöpfte. Dabei führte die TSG bis 42 Sekunden vor dem Ende mit 28:26. Ohnehin hätte sich die Mannschaft zwei Punkte verdient gehabt, nachdem sie nach einer starken zweiten Hälfte über weitere Strecken mit fünf Toren in Front lag. „Die Mannschaft lebt, die Mädchen wollen, das hat man heute klar gesehen“, sagte Heßler, der seine Sieben prima eingestellt hatte. So spielten Sie TSG Friesenheim: Little, Aulenbacher – Storzum (7), R. Heßler (5/1), Knaack (7/4) – Gabriel (4), Adam (2) – Hemmers - Katzdobler, Wendler (1), Lisa Heßler, Senk (2) Spielfilm: 5:1 (7.), 9:5 (13.), 10:8 (15.), 12:11 (20.), 14:14 (27.), 16:16 (30.), 18:17 (32.), 23:19 (41.), 25:22 (49.), 27:25 (54.) 28:27 (58.), 28:28 (60.). - Siebenmeter: 6/5 – 14/10 - Beste Spieler: Little, Storzum, Adams – R. Brecht, Baldauf - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Kijasky/Strüder (Budenheim). (wij)

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