Eiskunstlauf RHEINPFALZ Plus Artikel New Horizons: MERC-Teams tanzt auf dem Eis

Die Badisch-Pfälzische Eislaufformation New Horizons des Mannheimer ERC mit den Trainerinnen Anja Pohlmann (links) und Nicole En
Die Badisch-Pfälzische Eislaufformation New Horizons des Mannheimer ERC mit den Trainerinnen Anja Pohlmann (links) und Nicole Endress (rechts).

Die New Horizons sind das Eiskunstlauf-Formationsteam des Mannheimer ERC. Rund die Hälfte der Sportlerinnen fährt dafür aus der Pfalz über den Rhein. Demnächst haben sie einen großen Auftritt auf dem Eis.

Die New Horizons haben große Ziele. Das Eiskunstlauf-Formationsteam des Mannheimer ERC will in dieser Saison an alte Erfolge anknüpfen. Auch wenn es nicht bis zu den höchsten Weihen reichen wird. „Der Verband bietet für die Kategorie Mixed Age leider keine Deutschen Meisterschaften mehr an“, bedauert Trainerin Nicole Endress, die im „Hauptberuf“ als Lehrerin in Ludwigshafen arbeitet.

Die größte Stärke ist damit zugleich auch das Manko der Eisläuferinnen in Mannheim. Sportlerinnen zwischen zwölf und 30 Jahren bilden das gemeinsame Team. „Und wir haben wirklich einen hervorragenden Zusammenhalt“, lobte Endress, die gemeinsam mit Anja Pohlmann das Eistraining leitet. Das bestätigt auch der Zulauf, den die Gruppe mittlerweile hat. Kassierten die New Horizons in den Vorjahren bei einigen Wettbewerben noch Minuspunkte wegen zu weniger Läuferinnen, ist die Gruppe mittlerweile im Optimalfall 17 Läuferinnen stark. Und das vor allem dank kräftiger linksrheinischer Mithilfe. Denn nicht nur Trainerin Endress hat Verbindungen zur Integrierten Gesamtschule Ernst-Bloch, sondern auch acht Läuferinnen stammen aus der Pfalz – die weiteste davon nimmt für die Trainingseinheiten sogar mehrmals wöchentlich die Anfahrt aus Kaiserslautern auf sich.

Nur noch zwei Trainingstermine

Dabei sind der Formation nur noch zwei Übungseinheiten auf dem Eis geblieben, denn aufgrund zu weniger Läuferinnen kürzte die Stadt Mannheim im vergangenen Jahr die Trainingszeit zugunsten des öffentlichen Laufs. Für Endress und ihr Team ist das zumindest die Gelegenheit zur Talentsuche. „Wir haben dort auch schon Läufer angesprochen, ob sie nicht Lust auf Formationslaufen haben“, verriet die Trainerin, die in diesem Jahr auf dem Eis von Anja Pohlmann unterstützt wird, die bis vor einem Jahr noch bei den Aktiven unterwegs war. Außerhalb der Eisfläche hat das Team mit Alix Bruun-Hammond einen bemerkenswerten Fang gemacht. Die ehemalige Profitänzerin des Pariser Varieté-Theaters Moulin Rouge erarbeitet mit den Mannheimer Formationsläuferinnen den künstlerischen Ausdruck für das neue Programm. Und mit diesem haben die Trainerinnen und das Team in dieser Saison auch ohne Chance auf einen nationalen Titel einiges vor.

„Girl Power“ ist das Programm überschrieben. Auch wenn sich Endress für ihr Team gerne den ein oder anderen männlichen Läufer wünschen würde – alle 17 Sportlerinnen sind aktuell weiblich. Und die sind beim Bavaria Cup im März genau so am Start, wie im Januar beim Dresden-Cup und einem internationalen Turnier in Budapest. Aber auch die Eiskunstlauffreunde der Region können die New Horizons schon einmal vorab unter die Lupe nehmen. Am 24. November tritt das Team in der zweiten Drittelpause der Partie der Adler Mannheim gegen Bremerhaven auf. Für das Team eine besondere Herausforderung, so viele Zuschauer sind beim Formationslauf der Eiskunstläufer selten dabei. „Das ist eine gute Bewährungsprobe vor den eigentlichen Wettbewerben“, freut sich die Trainerin, die der Saison erwartungsfroh entgegensieht: „Das Team ist sehr motiviert, wir haben gemeinsam viel Spaß auf dem Eis und wollen gemeinsam etwas reißen.“

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