Ludwigshafen Neun-Euro-Ticket: Kritik auch von der Linksfraktion

Von Juni bis Ende August sollen Fahrgäste im Nah- und Regionalverkehr deutschlandweit für neun Euro pro Monat fahren können.
Von Juni bis Ende August sollen Fahrgäste im Nah- und Regionalverkehr deutschlandweit für neun Euro pro Monat fahren können.

In die Debatte um das geplante Neun-Euro-Ticket, mit dem Fahrgäste von Juni bis Ende August im Nah- und Regionalverkehr deutschlandweit für neun Euro pro Monat fahren können sollen, steigt jetzt auch die Ludwigshafener Linksfraktion ein. „Die Verkehrspolitik der Berliner Ampel ist alles andere als fortschrittlich“, teilt hierzu Fraktionsgeschäftsführer Gerald Unger mit. „Das Neun-Euro-Ticket im Nah- und Regionalverkehr wurde zwar beschlossen, aber nicht ausreichend finanziert. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat trotz Kritik der Bundesländer und Verkehrsunternehmen keinen Euro draufgelegt und überlässt ihnen damit das finanzielle Risiko.“

Kritisch sieht Unger auch die Befristung des Tickets auf drei Monate. „Die Fahrpreise im ÖPNV müssen dauerhaft drastisch gesenkt und Bus und Bahn massiv ausgebaut werden“, argumentiert er. Auf dem Weg zu einem Nulltarif fordere die Linksfraktion deshalb günstige ÖPNV-Jahreskarten für einen Euro pro Tag (365-Euro-Ticket). Zudem solle ein sozial gerechtes Mobilitätsgeld die Pendlerpauschale ersetzen.

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