Ludwigshafen Neues Trainerduo kommt gut an

LUDWIGSHAFEN. Neue Besen kehren gut: Der Wechsel des Trainergespanns von David Schmidt und Rudolf Hessler auf Björn Dinger und Carsten Mischler hat bei den Damen des Handball-Oberligisten TSG Friesenheim einen Schub ausgelöst. Mit 14:10 Punkten und 313:328 Toren belegt die TSG derzeit den fünften Platz. Das Trainerteam soll nun über die Saison hinaus an die TSG gebunden werden.

Die Zeiten haben sich geändert. Nach einer eher verkorksten Saison in der vergangenen Spielzeit zeigten die Damen der TSG Friesenheim jetzt ein anderes Gesicht. Noch vor einem Jahr kämpften sie gegen den Abstieg. Jetzt gehört sie zu den Teams im oberen Tabellendrittel. Mit sieben Siegen hat sich die Mannschaft um Kapitänin Anja Wendler eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde verschafft. Den Schlüssel zum „perfekten Start“ waren die fünf Siege in den ersten sechs Partien gegen die HSG Wittlich, SG Ottersheim-Bellheim-Zeiskam, TV Bassenheim, SV 64 Zweibrücken und die HSG Hunsrück. Die Gründe dafür sah Dinger in der konsequenten und zielorientierten Vorbereitung. „Da waren alle da und alle haben auch mitgezogen.“ Das war zuvor nicht immer so. „Vielleicht war das neue Trainer-Team ein Impuls zum richtigen Zeitpunkt“, ergänzt Dinger. Die Mannschaft hat auch in den ersten Spielen die Vorgaben des Trainergespanns nahezu perfekt umgesetzt. Die wenigen Neuzugänge wurden schnell integriert. Die Mannschaft zeigte sich auf dem Spielfeld als eine geschlossene Einheit. „Wenn wir den aktuellen fünften Platz am Ende schaffen sollten, dann wäre dies super“, meint Dinger. Allerdings warnt der zweifache Familienvater vor allzu hohen Erwartungen in der Rückrunde. Das hat Gründe. Zuletzt waren die Leistungen seiner Mannschaft nicht mehr so konstant, weshalb die TSG einige unnötige Niederlagen hinnehmen musste. Die Schlappe gegen Sobernheim, aber auch der totale Einbruch gegen die HSG Püttlingen waren für das Trainer-Gespann ein Fingerzeig, dass noch viel Arbeit mit der Mannschaft bevorsteht. Dinger und Mischler stehen für eine offensive Sechs-Null-Deckung, um durch frühe Ballgewinne das Spiel nach vorne zu forcieren. Im Angriffsspiel fordern sie auch eine stärkere Einbindung der beiden Außenspielerinnen. Mit der Abwehrarbeit war er zum Ausklang der Hinrunde nicht zufrieden. „Das war mir alles zu defensiv. Wir sollten nicht abwarten, bis der Gegner reagiert, sondern wir sollten die Handlungen des Gegners früh unterbinden.“ Deshalb hat das Trainerteam auch schon am 28. Dezember wieder mit dem Training begonnen. Zwei Testspiele gegen den Pfalzligisten TV Ruchheim gewann die TSG knapp. Vorigen Samstag spazierte Friesenheim dann mühelos ins Pokal-Viertelfinale. 38:21 fertigte die TSG den Lokalrivalen ab. Am Samstag nun geht es in der Oberliga weiter. Die TG Osthofen kommt (18 Uhr, TSG-Sportzentrum). Unabhängig davon hat die Personalplanung für die neue Saison begonnen. Es gibt ein klares Signal der Vereinsführung, die Zusammenarbeit mit dem Trainergespann fortzuführen. „Die Gespräche sind angekündigt“, sagt Dinger, der sich offen für ein weiteres TSG-Engagement zeigt. Auch er führe seit einigen Tagen intensive Gespräche mit seinen Spielerinnen. „Mein Ziel ist es den Kader zusammenzuhalten, aber auch um zwei bis drei erfahreneren Spielerinnen zu ergänzen“, betont Dinger mit Blick auf die dünne Personaldecke. In der Rückrunde muss das Trainergespann auf Kreisläuferin Celine Hemmers verzichten, die sich einer Operation unterziehen und bis zu sechs Monaten nicht zur Verfügung stehen wird. Dafür kehrt Verena Dietrich wieder in den Kader zurück. Die Förderung des eigenen Nachwuchs liegen Dinger und Mischler am Herzen, weshalb die Zusammenarbeit mit A-Jugend-Trainer David Pollock, aber auch mit B-Jugend-Coach Jürgen Meisel intensiviert werden soll. „Wir werden unseren talentierten Spielerinnen die Chance bieten, sich bei uns weiterzuentwickeln“, sagt Dinger. |wij

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