Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Eventlocation in Oggersheim: „The Place“ will Ort für alle sein

Die Männer der Familie Hein (v.ln.r.): Simon (17), Paul (1), Matthias (44) und Philipp (24). Nicht im Bild: Saskia (23) und Mutt
Die Männer der Familie Hein (v.ln.r.): Simon (17), Paul (1), Matthias (44) und Philipp (24). Nicht im Bild: Saskia (23) und Mutter Melanie.

Familie Hein betreibt seit Anfang März ein neues Lokal in Oggersheim. Sie wollen, dass sich dort alle Altersklassen wohlfühlen können.

„Die Idee haben wir schon lange gehabt“, sagt Philipp Hein (24), Mitbetreiber von „The Place“. „Meine Mutter wollte immer eine Eventlocation aufmachen, ich eher eine Bar. Also haben wir uns entschlossen, beides zusammen zu machen“, erzählt der gelernte Metallbauer darüber, wie alles begann. Denn das Lokal „The Place“ soll alles sein: Treffpunkt für Familien, Räumlichkeit für private oder organisierte Feiern, oder einfach entspannter Ort für ein abendliches Getränk.

Philipp Hein (24) steht gern hinterm Tresen.
Philipp Hein (24) steht gern hinterm Tresen.

Familie und Freunde ziehen mit

Früher war in den Räumen in der Oggersheimer Buschstraße eine Shishabar. Die hat die sechsköpfige Familie, mit tatkräftiger Unterstützung von Freunden, in Rekordzeit umgebaut. „Innerhalb von fünf Wochen haben wir das geschafft, sind jeden Tag nach der Arbeit hergekommen, haben Nachtschichten geschoben, also haben wirklich Gas gegeben“, erzählt Philipp. Den Rauch aus den Polstern bekommen, Anträge stellen, alles eine Menge Arbeit. Eigentlich sollte das Projekt nach Philipps Meisterschule umgesetzt werden. „Wir haben das Lokal aber unverhofft gefunden und die Gelegenheit genutzt“, sagt Philipp. Dass es Oggersheim wurde: purer Zufall. Doch der Ort sei eigentlich genau richtig, denn es gebe eine gute Anbindung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und sei auch mit dem Auto gut erreichbar. Und man habe alles, was man brauche: Räume, Sofas, Tische, Küche und Tresen, sogar einen Außenbereich gibt es.

Früher war hier eine Shishabar – heute ist Rauchverbot.
Früher war hier eine Shishabar – heute ist Rauchverbot.

Eigentlich ist niemand bei Familie Hein Gastronom. Mutter Melanie arbeitet im sozialen Bereich, Vater Matthias (44) ist Prozessleiter bei der Bäckerei Görtz. Sohn Philipp macht seinen Meister im Metallbau, seine kleine Schwester Saskia (23) studiert soziale Arbeit, Simon (17) besucht das Geschwister-Scholl-Gymnasium und bereitet sich auf sein Abitur vor. Bei Nesthäkchen Paul (1) braucht man gar nicht nach dem Beruf fragen. „The Place“ soll auch kein Broterwerb für die Familie aus Neuhofen sein, sondern ein privates Projekt – quasi ein Hobby. Woher das kommt? „Na ja, wir haben alle eben Dinge, die wir gerne tun, und hier können wir das machen. Meine Schwester arbeitet zum Beispiel gerne mit Kindern und kann das hier umsetzen“, sagt Philipp. Geöffnet ist momentan nur freitags ab 16 und samstags ab 18 Uhr – ungefähr, sagt die Familie, denn man wolle ganz flexibel sein.

Der Außenbereich ist mit Palettensofas ausgestattet.
Der Außenbereich ist mit Palettensofas ausgestattet.

Viele Ideen

Noch ist es früh in der Geschichte von „The Place“ – Einweihung war am 6. März –, doch das Angebot scheint bereits gut angenommen zu werden. „Wir haben uns auch von Kunden angehört, was sie denn noch so machen würden, und haben uns dann dran gemacht“, erklärt Philipp. Werbung mache man über Social Media und Flyer, aber dass sich das Ganze herumspricht, das dauere wohl noch ein bisschen, mutmaßt Vater Matthias.

Aber auch das Angebot soll noch wachsen: Neben normalen Öffnungszeiten und Karaoke-Abenden sowie Kindernachmittagen, bei dem die Erwachsenen im Nebenzimmer unter sich sein können, soll bald noch ein Lauftreff dazukommen. „Wenn das Wetter gut wird“, fügt Matthias hinzu. Auch eine Tattooparty für Ende Mai habe man bereits organisiert. Auch kleine warme Snacks wolle man eines Tages anbieten. „Momentan ist es so, dass wir den Leuten sagen, dass sie sich gerne etwas bestellen oder mitbringen können“, sagt Philipp Hein.

Kinder sollen bei „The Place“ ausdrücklich willkommen sein.
Kinder sollen bei »The Place« ausdrücklich willkommen sein.

Sportler fragen an

Mit dem Angebot scheint das Team an manchen Stellen eine offene Lücke zu füllen. „Wir haben schon Anfragen von Dartclubs, die dringend nach guten Örtlichkeiten für ihr Spiel suchen“, sagt Matthias. Auch der Lebenshilfe Ludwigshafen wolle man mit Räume helfen. „The Place“ soll ein Ort für viele verschiedene Menschen sein, betonen alle. „Wir wollen, dass alle sich hier wohlfühlen. Jung und Alt, in Gruppen oder alleine. Es soll ein Ort sein, wo jeder willkommen ist“, sagt Philipp. Der Name – Simons Idee – soll dazu passen: „’The Place’ wie in ’the place to be’, also der Ort, wo man gerne hingeht“, erklärt der Schüler.

Saskia Hein (23) studiert soziale Arbeit und arbeitet in einem Kindergarten.
Saskia Hein (23) studiert soziale Arbeit und arbeitet in einem Kindergarten.

Die Preise halte man deswegen niedrig, sagt Philipp Hein. „Aber das hier soll trotzdem ein gemütlicher Ort sein und nichts zum Besaufen.“ Auch die „Kinderparty“, bei der Saskia Hein die Kleinen unterhält, kostet zehn Euro. Viel zu lernen gibt es noch, das sagen auch die Heins – aber motiviert sind sie auf jeden Fall.

Zur Sache

Mehr Infos und Programm von „The Place“ gibt es im Internet unter theplace26.lovable.app oder auf Instagram und Tiktok unter dem Profil „the.place26“.

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