Ludwigshafen
Nach Zoff um Alkoholausschank auf Maudacher Kerwe: Keine Auflagen mehr für katholische Jugend
Dass die Katholische Jugend in ihrem Hof zwar alkoholische Getränke verkaufen durfte, diese aber nicht außerhalb der Umzäunung auf dem Kerwegelände verzehrt werden durften, sorgte für Unverständnis.
Damals hatte die Verwaltung auf Paragraph zwölf des Gaststättengesetzes verwiesen. Dieser erlaube zwar „aus besonderem Anlass“ einen Gaststättenbetrieb, diesem können jedoch jederzeit Auflagen erteilt werden.
Ausschreitungen bei der Kerwe 2016
Und genau solche Auflagen seien notwendig geworden, nachdem es im Jahr 2016 auf der Maudacher Kerwe zu Ausschreitungen gekommen sei, die erst durch den Einsatz von Polizei und Kommunalem Vollzugsdienst beruhigt werden konnten. Gemäß Erfahrung der Ordnungshüter seien solche Schlägereien „des Öfteren“ von Personen ausgegangen, die zuvor das Kerwezelt der Katholischen Jugend besucht hatten. Deshalb wurde der Alkoholausschank außerhalb des umzäunten Geländes seit 2017 untersagt, denn: „Ohne die Auflage des Verbots der Mitnahme von alkoholischen Getränken durch Gäste in den Außenbereich wäre das Verbot des Ausschanks im Außenbereich wirkungslos.“
„Ohne Kirche gäbe es auch keine Kerwe“
Für besonderen Unmut sorgte allerdings, dass unmittelbar am Zu- und Ausgang des Geländes der Katholischen Jugend ein Getränkestand mit hochprozentigem Alkohol platziert war. „Man muss bedenken, dass es sich bei der Kerwe um das traditionelle Kirchweihfest handelt. Ohne Kirche gäbe es also auch keine Kerwe“, so CDU-Sprecher Christian Schreiweis, der außerdem darauf hofft, dass die Bestückung mit Marktbeschickern in diesem Jahr hochwertiger ausfällt als noch vor einem Jahr.
Zumindest teilweise hatte Ortsvorsteher Andreas Olbert (CDU) gute Nachrichten, auch wenn er einräumte, dass die Verwaltung nur bedingt Einfluss auf die Auswahl der Beschicker des Vergnügungsparks habe.
„Die gaststättenrechtliche Genehmigung für die Katholische Jugend liegt mittlerweile vor. Es gibt in diesem Jahr keine gesonderten Auflagen mehr.“ Das liege allerdings auch daran, dass die Verantwortlichen in Maudach von sich aus auf einige Dinge verzichtet hätten. Auf Details ging er bei der letzten Ortsbeiratssitzung vor der Kerwe am Wochenende rund um den 11. Oktober allerdings nicht ein.