Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Mundenheim souverän und selbstbewusst an Tabellenspitze

Sieben Tore, davon vier Siebenmeter, erzielte Max Schneider für die VTV Mundenheim am Samstag. Er gehörte zu den erfolgreichsten
Sieben Tore, davon vier Siebenmeter, erzielte Max Schneider für die VTV Mundenheim am Samstag. Er gehörte zu den erfolgreichsten Werfern.

Sicher und souverän behaupten die Herren der VTV Mundenheim die Tabellenspitze der Handball-Oberliga. Nach dem 35:25 (16:11)-Erfolg gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen hofft Trainer Steffen Schneider, dass seine Mannschaft auch nächste Woche zum Spitzenspiel beim TuS Kaiserslautern-Dansenberg II antreten darf.

Ein einziges Tor entschied in der Handball-Bundesliga schon über Meisterschaft und Abstieg. So gesehen hätte Schneider allen Grund gehabt, sich nach dem Schlusspfiff aufzuregen. Nach Ansicht der meisten Zuschauer wurde seiner Mannschaft auf der Anzeigetafel schließlich ein Tor gestohlen. Da stand nach einer Korrektur durch die Schiedsrichter zehn Minuten vor dem Ende statt 28:18 nur noch 27:18.

Doch der VTV-Trainer blieb entspannt. Das lag zum einen daran, dass in de Oberliga nicht die Tordifferenz, sondern der direkte Vergleich zweier Mannschaften zur Tabellenberechnung herangezogen wird, und zum anderen, dass auch ein Tor mehr oder weniger nichts am souveränen Auftritt seiner Mannschaft geändert hätte. Allerdings dauerte es etwas, bis die VTV souverän agierten. Denn die Anfangsphase verlief noch etwas wackelig, doch schnell fanden die Gastgeber in die Spur. Die Partie war letztlich bis zur Pause vorentschieden. Im zweiten Durchgang spielte Mundenheim abgeklärt bis zum Ende.

Überlegenheit lange Zeit nicht belohnt

Rein nach der Anzeigetafel konnten die Gäste in der Anfangsphase noch halbwegs mithalten, legten vor, hielten das Spiel sieben Minuten lang bis zum 4:4 offen. Überlegen waren die VTV aber auch in dieser Phase schon. „Wir haben es nur verpasst, uns für unsere Überlegenheit zu belohnen“, bemängelte Schneider die Chancenverwertung zu Spielbeginn. Ein Luxusproblem, denn nach und nach wurde die Effektivität besser, lagen die VTV nach einer Viertelstunde mit fünf Toren vorne.

Neu war dabei die Aufgabenverteilung. Anstelle von Tim Schmieder, der bei seinem ersten Spiel nach überstandener Krankheit noch leichte Startschwierigkeiten hatte, übernahm nun Luka Wilbrandt die Verantwortung im rechten Rückraum und verdiente sich ein Sonderlob des Trainers. Und weil auch die Abwehr sicher stand und Janik Kunz im Tor mit 15 Paraden einen soliden Tag erwischt hatte, waren die Kräfteverhältnisse früh geklärt.

Vielmehr beschäftigten die Mundenheimer die Umstände vor nur 60 Zuschauern in einer seltsamen Atmosphäre: „Es ist schön, dass wir noch spielen konnten, aber jetzt hoffen wir, dass wir diese Saison auch weiterspielen können“, fasste der VTV-Trainer seine Stimmungslage zusammen.

So spielten sie

VTV Mundenheim: Kunz, Kalveram (nicht eingesetzt) – Wilbrandt (3), Naas (2), Simon Schleidweiler (7/2) – Pönisch (2), Binnes (1) – Aaron Schleidweiler (7) – Hannes (3), Thilmann, Tom Schneider (1), Deege (2), Max Schneider (7/4), Schmieder

Spielfilm: 5:4 (8.), 10:5 (15.), 15:8 (20.), 16:11 Hz., 20:12 (36.), 26:16 (45.), 35:25 Ende - Zeitstrafen: 3:3 - Siebenmeter: 8/6 – 3/2 - Beste Spieler: Kunz, Wilbrandt – Diehl, Süngü - Zuschauer: 60 – Schiedsrichter: Towae/Eckert (St. Ingbert/Illtal).env

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