Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Maudacher feiern: Kerwe mit Tradition – Was dieses Jahr anders war

Mit zwei kräftigen Schlägen eröffnete Ortsvorsteher Andreas Olbert die Maudacher Kerwe.
Mit zwei kräftigen Schlägen eröffnete Ortsvorsteher Andreas Olbert die Maudacher Kerwe.

Mit zwei Schlägen meisterte Ortsvorsteher Andreas Olbert (CDU) den Fassbieranstich für die Maudacher Kerwe. Man ist stolz auf den einzigen Kerweumzug in Ludwigshafen.

Zur Eröffnung im Innenhof der Katholischen Jugend standen zwar reichlich gekrönte Häupter von Faschingsvereinen vor der Bühne, aber der Arge-Vorsitzende Jürgen Schreiweis vermisste einen ganz wichtigen Akteur: „Wir brauchen noch den Frank Mayer!“ Ohne Bierfass schließlich auch kein Fassbieranstich. Am Ende waren dann aber alle nötigen Zutaten für eine gelungene Eröffnung versammelt.

„Torfstecher“ Kurt Sippel beleuchtete zunächst das Ortsgeschehen des vergangenen Jahres, ließ dabei nur die jüngere Vergangenheit aus und verkündete lieber gute Nachrichten: „In der Maudacher Straße ist ein Wunder geschehen: Die wird im Dezember fertig!“ Und es gab weitere gute Nachrichten für die Vereinswelt. „Ab Januar übernimmt die Arge die Regie im Julius-Hetterich-Saal.“ Der stehe damit den Vereinen wieder zur Verfügung.

Der Maudacher Bollerwagenumzug zur Kerwe ist in Ludwigshafen einmalig.
Der Maudacher Bollerwagenumzug zur Kerwe ist in Ludwigshafen einmalig.

Diese waren zuvor gut eine Stunde lang durch die Maudacher Straßen paradiert. „Das war unser 45. Kerweumzug und der zehnte mit Bollerwagen“, erinnerte Jürgen Schreiweis, der auf eine weitere Besonderheit aufmerksam machte: „Ich bin jetzt seit 21 Jahren Vorsitzender der Arge, und wir hatten jedes Jahr gutes Wetter zum Umzug!“ Eigentlich hatte er ja schon im Vorjahr seinen Rückzug aus dem Amt angekündigt, aber nachdem sich kein Nachfolger gefunden hatte, habe er einem neuen Konstrukt zugestimmt, das die Verantwortung in der Organisation der Veranstaltungen auf mehrere Schultern verteilt. „Da bin ich wieder“, sagte er schmunzelnd und freute sich, dass er zur Ansprache des „Torfstechers“ die Glocke läuten durfte.

Festplatz deutlich größer als im Vorjahr

Die nahm auch Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos) gerne ein letztes Mal in die Hand. „Viel Spaß beim feiern“, rief sie den Besuchern zu. Und die ließen sich nicht lange bitten. Sowohl bei der Katholischen Jugend als auch im großen Vergnügungspark drängten sich die Maudacher und ihre Gäste nach dem Umzug.

„Zusammen sind Schausteller und der Hof der Katholischen Jugend ein Treffpunkt für die ganze Familie“, freute sich der Ortsvorsteher, der außerdem dem Förderverein Maudacher Jubiläen für die stimmungsvolle Gestaltung des Dorfbrunnens dankte. „Der Festplatz ist deutlich größer als im Vorjahr“, betonte auch Schreiweis und dankte dafür den Schaustellern und der Lukom.

„Nach der Kerwe ist vor der Kerwe“

Viel Luft nach oben sah Niko Benker von der Katholischen Jugend nicht. „Wir haben wieder ein Zelt mehr als letztes Jahr.“ Nicht nur unter den Zeltdächern, sondern auch im Freien waren alle Sitzplätze vergeben. Benker freute sich über den Dauererfolg, der auch dank der zahlreichen Helfer seiner Organisation zustande kam.

Gefeiert wird noch bis Dienstag. Zunächst mit bayerischem Frühschoppen und Feuerwerk am Montag bis hin zum Kindernachmittag und Ausklang am Dienstag. Und dann gilt wieder: „Nach der Kerwe ist vor der Kerwe“. Und die könne heute schon unterstützt werden. Beispielsweise mit dem Erwerb des Maudacher Kerwe-Buttons, mit dessen Erlös unter anderem die Absperrung für den Umzug finanziert werde, warben Oberbürgermeisterin und Ortsvorsteher.

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