Ludwigshafen „Ludwigstürme“: Platz für 580 modern ausgestattete Arbeitsplätze
Platz für 580 „modern ausgestattete Arbeitsplätze“ bieten die „Ludwigstürme“ der Stadtverwaltung. Das erklärte eine Rathaussprecherin auf Anfrage. Vor wenigen Tagen hatte die Freiburger Unmüßig-Unternehmensgruppe verkündet, dass sie das ehemalige Postbankgebäude im Technologiepark in der Ludwigshafener Ernst-Boehe-Straße mit einer Laufzeit von 20 Jahren vollständig an die Stadt vermietet hat.
Die Anmietung der „Ludwigstürme“ werde es der Stadtverwaltung ermöglichen, Dienststellen, die bisher über das Stadtgebiet verteilt sind, zu bündeln. Gleichzeitig könnten Ideen aus dem Modernisierungsprojekt „Arbeitsplatz der Zukunft“ vor Ort umgesetzt werden. Dessen Ziel sei es, Dienstleistungen für die Stadtgesellschaft zu optimieren und die Zufriedenheit der Bürger sowie der Mitarbeiter zu gewährleisten. Zurzeit würden die Belegungspläne gemeinsam erarbeitet. Dafür liefen verwaltungsinterne Gespräche, um final festzulegen, welche Bereiche der Verwaltung konkret in die Ludwigstürme einziehen werden. Wie viele Personen konkret umziehen, sei abhängig vom Ausgang der Gespräche. Zu Vertragsdetails wie den Mietkosten macht die Stadtverwaltung keine Angaben.
Umfassende Sanierung
Das Gebäude mit 16.000 Quadratmeter Bürofläche, verteilt auf acht Etagen, soll vor dem Einzug der Verwaltung umfassend modernisiert werden. Es geht dabei unter anderem um die energetische Sanierung der Fassade, die Erneuerung der Gebäudetechnik sowie den Ausbau der Büroflächen nach Vorgaben der Stadt. Die neuen Flächen sollen im Herbst 2027 bezogen werden.
Nachdem der Stadtrat am 9. Dezember dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan sowie dem Durchführungsvertrag zugestimmt hat, steht auch einem weiteren Unmüßig-Großprojekt in Ludwigshafen nichts mehr im Weg: ein neues Büro und Geschäftshaus am Berliner Platz, in das Unmüßig 70 Millionen Euro investieren will. Dem Projektentwickler zufolge ist der Kaufvertrag mit dem Insolvenzverwalter in trockenen Tüchern. Baustart für das bis zu siebenstöckige Haus könnte bereits Ende kommenden Jahres sein.