Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Ludwigshafener SC spielt beste Hinrunde in der C-Junioren-Regionalliga

In der Offensive hat der LSC in der C-Jugend-Regionalliga noch ein paar Defizite.
In der Offensive hat der LSC in der C-Jugend-Regionalliga noch ein paar Defizite.

Nach einer ordentlichen Hinserie überwintert C-Junioren-Regionalligist Ludwigshafener SC auf dem siebten Tabellenplatz. Damit dürfte das Thema Abstiegskampf erledigt sein.

„Es ist die beste Hinserie seit unserem Aufstieg vor drei Jahren. Ich bin mit den Auftritten der Mannschaft sehr zufrieden“, sagt der 31-jährige Trainer Jeffrey Amoako. In den zwei vergangenen Jahren musste der Blick im Winter noch nach hinten gerichtet werden, was jetzt angesichts einer ausgeglichenen Bilanz von sechs Siegen und sechs Niederlagen bei drei Unentschieden sowie einem satten Zehn-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz wohl nicht mehr notwendig sein wird. Der LSC agierte konstant und verlor nur einmal zwei Begegnungen in Serie.

„Die Jungs haben die Regionalliga schneller angenommen als die beiden Jahrgänge zuvor, die eine längere Anlaufzeit benötigt haben“, hat Amoako erkannt. Erfreulich sei das große Engagement der Spieler, die mit viel Ehrgeiz zur Sache gingen und eine gute Trainingsbeteiligung an den Tag legten. Vor allem im Spiel gegen den Ball besitze der LSC eine hohe Qualität, ebenso bei der Eroberung der sogenannten zweiten Bälle. „Und was ganz wichtig ist: Es ist eine echte Mannschaft, in der einer für den anderen da ist und Fehler ausbügelt. Dieses Team gibt nie auf“, streicht der Übungsleiter weitere Pluspunkte heraus.

Starkes Defensivverhalten

Im Gegensatz zu den beiden vergangenen Spielzeiten, als jeweils schlecht gestartet worden war, waren die Rot-Weißen in dieser Vorrunde sofort hellwach und gewannen drei der ersten fünf Partien. Dabei war ein überzeugender 2:0-Sieg gegen den TuS Koblenz und ein 2:1-Erfolg gegen den höher eingeschätzten TSV Schott Mainz, bei dem der LSC einen Rückstand drehte. Bemerkenswert war das 1:0 gegen den Tabellenvierten SV Elversberg, als eine enorme Zweikampfstärke und eine große Widerstandsfähigkeit den Ausschlag für die drei Punkte gaben. Es war eine der besten Saisonleistungen, geprägt von einer erstklassigen Einstellung.

„Eine große Stärke ist unser überragendes Defensivverhalten“, freut sich der Coach. Dies bestätigen die ersten elf Spiele, in denen die Ludwigshafener zehnmal höchstens ein Gegentor einstecken mussten. Richtig unter die Räder gekommen ist der LSC nur in der letzten Begegnung der Hinserie, als die viertbeste Abwehr der Liga bei der 1:7-Packung beim 1. FC Saarbrücken regelrecht einbrach. Nach einer Viertelstunde hieß es bereits 1:5, danach schalteten die Saarländer einen Gang zurück. Es war ein einmaliger Ausrutscher, der den guten Gesamteindruck keineswegs schmälert.

Siebten Rang verteidigen

Auf der anderen Seite schießt der LSC zu wenige Tore. „Wir erarbeiten uns zwar in fast jedem Spiel genügend Möglichkeiten, müssen aber bei den Abschlüssen noch viel konsequenter werden“, fordert Amoako mit Blick auf die verbesserungswürdige Chancenverwertung. Nur 23 Treffer stehen zu Buche, davon fielen allein sieben im Heimspiel gegen den abgeschlagenen und punktlosen Tabellenletzten SpVgg Trier. Mehr als zwei Tore erzielten nur Hami Murat (6), Matheo Emmer (4) und Florio De Simone (3). Abwehrchef Emmer, der bei Standards besonders gefährlich ist, erzielte drei seiner vier Treffer mit dem Kopf.

„Matheo ist ein Unterschiedsspieler, der führungsstark und im Abwehrverbund kaum zu ersetzen ist“, lobt der Übungsleiter den Innenverteidiger. Weiterhin zählen Torjäger Murat, ein klassischer Neuner, sowie Offensivallrounder De Simone, der auf der Außenbahn, aber auch auf der Zehnerposition zu Hause ist, zu den Leistungsträgern. „Erwähnen sollte man auch den linken Flügelstürmer Jannik König und Außenverteidiger Leon Feuerbach, der die Entdeckung der Saison ist“, ergänzt Amoako. Feuerbach sei vom Ligarivalen Wormatia Worms gekommen und mit Handkuss genommen worden. Wichtig für die Struktur im Spiel sei Kapitän Lukas Hauck, der die Rolle des Dauerbrenners eingenommen hat.

„Den siebten Tabellenplatz wollen wir verteidigen. Wenn wir zum Start in die Rückserie in Koblenz gewinnen, geht vielleicht noch ein bisschen mehr“, blickt der Trainer nach vorne. Der Kader wurde mit den Zugängen von Mittelfeldspieler Mohammed Mokhtari (JFV Rhein-Haardt) und Stürmer Ahmad Al Darkhabani (Phönix Schifferstadt) aufgestockt. Berat Alsoy verließ den LSC in Richtung FSV Offenbach. Amoako und sein Trainerteam, dem Pascal Arnold, Kaiwan Disai und Markus Hauck angehören, haben für die kommende Runde zugesagt. Auch im Verbandspokal will der Regionalligist erfolgreich sein. Im Viertelfinale gastiert er beim JFV Pfälzer Bergland, einem zwei Klassen tiefer spielenden Team. Da stehen die Chancen auf das Erreichen des Semifinals nicht schlecht.

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