Ludwigshafen Kulturnotizen: Xenia Theater gastiert im Pfalzbau

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Mit dem Solostück „Née en France – Geboren in Frankreich“ nach der Erzählung von Aïcha Benaïssa gastiert das Xenia Theater heute um 19 Uhr und morgen um 10 und 19 Uhr auf der Hinterbühne des Ludwigshafener Theaters im Pfalzbau. Die Aufführung ist in französischer Sprache. Der Inhalt: Aïcha und ihre algerisch-französische Familie leben in Frankreich. Hin- und hergerissen zwischen der französisch-laizistischen Schule und dem maghrebinisch-traditionellen Zuhause sehnt sich Aïcha nach Befreiung und Selbstverwirklichung. Mit Rücksicht auf das Weltbild ihrer Eltern versucht sie aber, diesen gerecht zu werden und scheint einen gangbaren Weg gefunden zu haben. Als ihre Familie ihre Entwicklung nicht mehr gutheißt, schicken sie sie unter einem Vorwand nach Algerien, wo sie von ihren Verwandten acht Monate lang festgehalten wird. Nach Streitereien in der Familie entscheidet der Vater, dass Aïcha wieder zurück nach Frankreich darf. Nun ist sie jedoch vollkommen verstört. Eine Therapie, eine geheime Liebe und das Aufschreiben ihrer Erlebnisse retten sie, doch die tiefen Wunden bleiben. Nathalie Cellier verkörpert diese zwischen verschiedenen Welten hin- und hergerissene Aïcha und die verschiedenen Personen ihres Umfelds. „Festung Europa?“ lautet der Titel der heutigen Veranstaltung beim Literaturfest „lesen.hören“ in Mannheim. Über Fluchtgeschichten in Europa sprechen der Autor Ilija Trojanow, der Historiker Philipp Ther und die Mannheimer Universitätsprofessorin Cornelia Ruhe. Trojanow stellt sein neues autobiographisches Buch „Nach der Flucht“ vor, Ther sein historisches Sachbuch „Die Außenseiter“, das von Wanderungsbewegungen in Europa handelt. Die Veranstaltung in der Alten Feuerwache beginnt um 20 Uhr.

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