Landtagswahl (Wahlkreis 36) Konstantin Fröhlich (Grüne) will Menschen den Stadtraum zurückgeben

Konstantin Fröhlich
Konstantin Fröhlich

Als Konstantin Fröhlich im Juni 2019 zum Vorstandssprecher der Ludwigshafener Grünen gewählt wurde, ging ein tiefer Riss durch die Partei. Im Stadtrat bildeten sich sogar zwei Fraktionen. Der Gymnasiallehrer wollte beide Lager wieder zusammenbringen. Das ist ihm jedoch bisher nicht geglückt.

In die Partei eingetreten ist der gebürtige Wiesbadener, der im Hemshof lebt, im Jahr 2014. Um ein Landtagsmandat bewirbt sich der 32-Jährige, um grüne Themen wie Klima- und Umweltschutz weiter voranzubringen. Sein Ziel: Die Gesellschaft soll grüner und nachhaltiger werden.

Für mehr Demokratie einsetzen

Vor allem will sich Fröhlich für mehr Demokratie einsetzen. „Dem Umstand, dass rechte Gruppen sich organisieren und wieder ihr rechtes Gedankengut verbreiten, will ich mein eigenes Engagement entgegensetzen.“ Als Lehrer liegen Fröhlich die Jugendförderung und Bildungsgerechtigkeit besonders am Herzen. Ebenso will er sich für klimaneutrale Mobilität einsetzen, kündigt der Politiker an, der in seiner Freizeit gerne Fahrrad fährt und Musik macht.

Der ÖPNV müsse weiter ausgebaut werden. Dazu gehören für Fröhlich neue Bus- und Straßenbahnlinien, aber auch emissionsfreie Fahrzeuge und der Ausbau der Pendlerradrouten. „Bei Radwegen und dem Radschnellweg geht es nur langsam voran. Hier muss das Land mehr Führung zeigen und die Kommunen beim Ausbau unterstützen“, fordert er. Das gelte auch für die Digitalisierung der Schulen: „Oft sind Kommunen mit den Aufgaben überfordert“, meint der Pädagoge.

Straßensanierung nicht ausgeschlossen

Mit Blick auf die Hochstraßen-Probleme in Ludwigshafen sagt Fröhlich: „Wir engagieren uns für eine Mobilitätswende in unserer Stadt und unserer Region.“ Er fordert den Ausbau von Bus- und Bahnverbindungen und ein besseres Wegenetz für Radler und Fußgänger. „Wir wollen den Stadtraum den Menschen zurückgeben.“ Das schließe die Sanierung vorhandener Straßen nicht aus: „Wir unterstützen die Wiederherstellung der Verbindungen zur Konrad-Adenauer- beziehungsweise zur Kurt-Schumacher-Brücke, solange sie nicht einseitig auf Kosten des Umweltverbunds geht.“

Trotz der Corona-Pandemie will Fröhlich im Wahlkampf mit Bürgern ins Gespräch kommen, zum Beispiel ein digitales Bürgergespräch anbieten.

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