Ludwigshafen Knapp 475 Millionen Euro für die Hochstraßen: Förderbescheid wird überreicht

Der Neubau der Hochstraße Süd läuft seit Ende Januar.
Der Neubau der Hochstraße Süd läuft seit Ende Januar.

Der längst erteilten mündlichen Zusage von Bund und Land folgt jetzt offiziell die schriftliche Bestätigung für die finanzielle Förderung der Modernisierung der Ludwigshafener Hochstraßen. Die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) überreicht am Montag mit ihrem Parteikollegen, Bundesverkehrsminister Volker Wissing, in Mainz den Förderbescheid an Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos). Das Land unterstützt das – Stand heute – unterm Strich rund 728 Millionen teure Vorhaben mit einer Zuwendung in Höhe von rund 139 Millionen Euro, während der Bund 334,5 Millionen Euro beisteuert – das sind rund 475 Millionen Euro der förderfähigen Kosten. 60 Prozent übernimmt der Bund, 25 Prozent das Land, 15 Prozent muss Ludwigshafen stemmen. Hinzu kommen die nicht förderfähigen Aufwendungen, wie etwa die Planungskosten.

Auf Paketlösung gedrängt

Steinruck hatte auf eine Paketlösung bei der Hochstraßen-Modernisierung gedrängt, zumal auch das Rathaus abgerissen werden muss (Kosten: 80 Millionen Euro), um den ebenerdigen Ersatz (Helmut-Kohl-Allee) für die zum Abriss stehende Hochstraße Nord (B44) leicht verschwenken zu können. Diese Korrektur der ursprünglichen Planung für die 860 Meter lange Allee spare Zeit und Geld, so die Argumentation der Stadt. Kosten für die Kohl-Allee: 528 Millionen Euro. Die Hochstraße Süd (B37) wurde bereits im Sommer 2020 abgerissen. Der 120 Millionen teure Lückenschluss für die ehemalige Pilzhochstraße hat Ende Januar begonnen. Anfang 2026 soll auf der Südtrasse wieder der Verkehr rollen. Danach soll der Rückbau der Nordtrasse starten. Vorbereitende Arbeiten dafür laufen bereits.

Grundsteinlegung für die neue Hochstraße Süd war Ende Oktober 2023.

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