Stadtrats-splitter
Kein Schotter in Vorgärten, viel Schotter für Sportplatz
Malerviertel: Grüne Vorgärten statt Steinwüsten
Der Stadtrat hat am Montag die Verwaltung beauftragt, eine Satzung über die Gestaltung von Vorgärten im Malerviertel in Süd östlich der Mundenheimer Straße aufzustellen. Der geplante Geltungsbereich liegt zwischen Mundenheimer Straße im Nordwesten, Wittelsbachstraße im Nordosten, Lagerhausstraße im Südosten und Böcklinstraße im Südwesten. Um die Wohnqualität in dem Quartier aufrechtzuerhalten, soll mit der Gestaltungssatzung eine entsprechende Rechtsgrundlage für den Erhalt des Straßenbilds in dem Viertel geschaffen werden. Augenmerk soll dabei auf grüne Vorgärten gelegt werden. In dem Gebiet wurden in Einzelfällen bereits ehemals begrünte Vorgärten mit sogenannten Stein- oder Schottergärten nahezu vollständig versiegelt oder in Parkplätze umgewandelt. Mit der Satzung soll dies Hauseigentümern untersagt werden. Ortsvorsteher Christoph Heller (CDU) und der Ortsbeirat Süd hatten sich einstimmig dafür ausgesprochen. Der Stadtrat stimmte mit großer Mehrheit für die Neuregelung.
Rheingönheim: Sanierung der Bezirkssportanlage
Die Bezirkssportanlage in Rheingönheim wird für knapp 2,3 Millionen Euro saniert. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Der Bund finanziert das Projekt mit einem Zuschuss von über zwei Millionen Euro zu 90 Prozent. Die Bezirkssportanlage Rheingönheim ist seit 1977 in Betrieb und dient in erster Linie dem Vereinssport, darüber hinaus aber auch dem Schulsport. Größtenteils wird sie vom ortsansässigen FC Armina Ludwigshafen genutzt, der rund 500 Mitglieder hat, darunter 200 Jugendliche, und derzeit über 15 Fußball-Mannschaften stellt. „Es ist unser höchstklassiger Fußballverein in Ludwigshafen“, sagte Christian Schreider (SPD). Auch Joannis Chorosis (CDU) sagte, seine Partei stehe hinter dem Projekt. Bei der Sanierung im kommenden Jahr soll der Fußballplatz einen Kunstrasenbelag bekommen. Außerdem wird eine Flutlichtanlage mit LED-Technik sowie eine neue Lautsprecheranlage installiert. Geplant ist auch der Bau einer Zisterne zur Entwässerung und Wiederverwendung von Regenwasser. Die 400-Meter-Rundlaufbahn wird durch eine 100-Meter-Laufbahn mit Weitsprunggrube für den Schulsport ersetzt. Auch das Kleinspielfeld bekommt statt des Tennenbelags künftig Kunstrasen. Das gesamte Gelände der Sportanlage wird außerdem umzäunt.
„Arbeitsplatz der Zukunft“: Projekt läuft nach Plan
Das Projekt „Arbeitsplatz der Zukunft“ der Stadtverwaltung soll im Herbst eine Entscheidungsgrundlage für die künftige Arbeitsweise der städtischen Mitarbeiter liefern. Den aktuellen Stand hat Anne Niedecken, Bereichsleiterin Organisation und Verwaltungsentwicklung, dem Stadtrat am Montag vorgestellt. Im Zentrum stehen dabei Fragen, wie die Verwaltung in Zukunft arbeiten wird, welche Rolle dabei mobiles Arbeiten und Digitalisierung spielen werden und wie die Verwaltung ihre Dienstleistungen kundenorientiert anbieten kann. Unterstützung erhält die Stadtverwaltung von Professorin Jutta Rump von der Hochschule Ludwigshafen, die den Umbau der Verwaltung mit einem Forschungsprojekt begleitet.
Städtische Bauvorhaben: Künftig klimaneutral
Der Stadtrat hat die Verwaltung mit der Erarbeitung einer Richtlinie „Klimaneutrale städtische Gebäude“ beauftragt. Damit soll es bei künftigen Bauvorhaben der Stadt – sei es als Bauherr, Bauträger oder Auftraggeber – klare Kriterien geben: Städtische Bauten müssen demnach nachhaltig geplant und realisiert werden. Das Ziel der Klimaneutralität soll dabei berücksichtigt werden. Mindestens 75 Prozent des Energiebedarfs für Heizen, Lüftung, Kühlen, eingebaute Beleuchtung und Warmwasser soll durch erneuerbare Energien gedeckt und eine Photovoltaik-Anlage vor Ort errichtet werden. Der Stadtrat folgte einstimmig einem entsprechenden Antrag der Grünen im Rat.
Kein Denkmal für Faschismus-Opfer
Die Linksfraktion wollte im Stadtrat den Bau eines Denkmals für die Opfer des Faschismus in Ludwigshafen auf den Weg bringen. Doch die Stadtratsmehrheit lehnte auf Empfehlung von Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) einen entsprechenden Antrag ab. Steinruck meinte, politisch sei ein Denkmal sicherlich wünschenswert, doch man müsse auch dabei die Bau- und Pflegekosten bedenken. Da käme schnell ein sechsstelliger Betrag zusammen, und es gebe keine Zuschüsse dafür. Da die Linksfraktion keinen Deckungsvorschlag gemacht hatte, wurde das Thema wieder von der Tagesordnung genommen.
Oppau/Edigheim: Regeln für neue Bauvorhaben
Die Stadtratsmehrheit hat Bebauungsplänen für Teile von Oppau und Edigheim mehrheitlich zugestimmt. Die Gebiete umfassen den Altbestand, die Regeln sollen Wildwuchs bei künftigen Bauvorhaben verhindern. Geregelt werden soll etwa die Anzahl von Wohnungen bei Um- oder Neubauten sowie von Stellplätzen. Die neuen Bebauungspläne sind notwendig, weil es für weite Teile der beiden Stadtteile keinen rechtsgültigen Bebauungsplan mehr gibt.