Ludwigshafen Kampf den Stromfressern
«Mutterstadt.» Wie kann man Stromfressern den Garaus machen? Der Kinder- und Jugendchor der protestantischen Kirchengemeinde Mutterstadt hatte da eine Idee und präsentierte sie mit dem Kindermusical „Eisbär, Dr. Ping und Freunde der Erde“ vergangenen Samstag im Mutterstadter Pfarrer-Jakob-Fuchs-Haus. Am Ende verteilten sie eine „Lizenz zum Abschalten“ an die Zuschauer, die begeistert von der Aufführung waren.
Mit ihrem Musical wollten die rund 45 Kinder und Jugendliche - vom Vorschulalter bis zur siebten Klasse - zum Nachdenken über den Umweltschutz anregen. Dafür passte das mit dem „Erasmus Euro Media Seal of Approval 2007“ ausgezeichnete Stück perfekt. Es handelt vom Eisbären am Nordpol und von Dr. Pinguin am Südpol, die ein Problem vereint: Die Klimaerwärmung zerstört ihre Lebensräume. Das liegt vor allem an den Stromfressern Watt, Ampere und Volt. Ihnen sagen die Tiere schließlich den Kampf an, indem sie befreundeten Kindern die „Lizenz zum Abschalten“ überreichen. Die Kinder dürfen sich also ans Werk machen und unnötige, stromverbrauchende Geräte ausschalten. So kämpfen am Ende alle gemeinsam für eine bessere Welt. Seit Januar probten die verschiedenen Chöre einmal in der Woche, berichtet Chorleiterin Dagmar Rosemann. Trotz Lampenfieber hatten alle viel Spaß und waren sehr stolz, auch dass alles so gut geklappt hat. Sie sangen die Lieder und spielten die Rollen mit Begeisterung und viel Witz. Jedes Jahr gibt der Kinder- und Jugendchor eine Aufführung, mal sind es weltliche, mal religiöse Themen. Im vergangenen Jahr war es ein Musical über Martin Luther. Zur Vorbereitung ihrer Auftritte gehen die Chöre auf eine Chorfreizeit. Diesmal ging es nach Worms, dort haben die Kinder und Jugendlichen nicht nur geübt, sondern viel über Klima und Umwelt gelernt. So hat das Musical, das von der Unesco als Dekadenprojekt deklariert wurde, seinen Zweck erfüllt. Doch nicht nur die Musical-Darsteller wurden für Umweltprobleme sensibilisiert, auch die großen und kleinen Zuschauer. Vielleicht nutzen sie ja ihre „Lizenz zum Abschalten“, die auch sie bekamen.