Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Körners Baby, ein schwieriges Kind

Auf dem ehemaligen Gelände der Bereitschaftspolizei in Schifferstadt soll das neue Kreishaus entstehen.
Auf dem ehemaligen Gelände der Bereitschaftspolizei in Schifferstadt soll das neue Kreishaus entstehen.

Das Mietmodell für den Umzug ist geplatzt. Die Kreisverwaltung muss fast von vorne anfangen. Und steht unter Zeitdruck.

„Das ist mein Baby!“ Die Worte von Ex-Landrat Clemens Körner (CDU) zum Umzug der Kreisverwaltung von Ludwigshafen nach Schifferstadt sind noch präsent. Körner ist mittlerweile in Ruhestand, und sein Baby, das er in der Obhut seines Nachfolgers gelassen hat, erweist sich als schwieriges Kind. Offenbar gab es Probleme, die jetzt erst ans Tageslicht kommen.

Unter Körner ist das Projekt Umzug nach Schifferstadt vehement vorangepeitscht worden. Die wenigen Kritiker, die es auch noch wagten, öffentlich aufzutreten, wurden mitunter sehr unsanft abgebügelt.

Also alles wieder auf Anfang? Nicht ganz. Aber die Zeit drängt. Dass die Kreisverwaltung ab 1. Januar 2029 in Schifferstadt residiert, ist, das bestätigt auch Körners Nachfolger Volker Knörr, nicht zu halten. Knörr hat jetzt die undankbare Aufgabe, sich um „Körners Baby“ kümmern zu dürfen. Das steht, um im Bild zu bleiben, bis auf Weiteres unter strenger Beobachtung von allen Seiten.

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