Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Julius-Hetterich-Saal: Brandschutzprobleme scheinen gelöst

Was wird aus dem Julius-Hetterich-Saal? Der Maudacher Ortsvorsteher Andreas Olbert hatte erfreuliche Nachrichten.
Was wird aus dem Julius-Hetterich-Saal? Der Maudacher Ortsvorsteher Andreas Olbert hatte erfreuliche Nachrichten.

Der Julius-Hetterich-Saal ist der Ort für größere Veranstaltungen in Maudach. Der Schock war groß, als Brandschutz-Probleme im Raum standen. Nun gibt es Hoffnung.

Im Herbst 2024 hatte das städtische Wohnungsbauunternehmen GAG als Eigentümer der Immobilie bestätigt, dass der Mietvertrag mit dem bisherigen Betreiber des Julius-Hetterich-Saals, einem Kulturverein, zum Jahresende aufgelöst wird. Dem Maudacher Ortsbeirat hatte die GAG mitgeteilt, dass man keinen Weiterbetrieb der Veranstaltungsstätte anstrebe. Der Grund: Die Einnahmen seien nie kostendeckend gewesen, Auslastung und Nachfrage zu gering. Außerdem stünden hohe Investitionen zur energetischen und brandschutztechnischen Sanierung an, die sich mit dem Betrieb des Saals nicht refinanzieren ließen, begründete die GAG ihren Ausstieg aus der Vermietung.

In Maudach schlug diese Nachricht hohe Wellen. Der Julius-Hetterich-Saal werde von allen örtlichen Vereinen und Parteien sowie von der Verwaltung und Bevölkerung als Begegnungsstätte genutzt. Er biete Raum für diverse Veranstaltungen und spiele eine wichtige Rolle für den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil. Der Saal sei der einzige multifunktionale Veranstaltungsraum in Maudach, seine Erhaltung daher außerordentlich wichtig, betonte der gesamte Ortsbeirat, der sich mit dessen Aufgabe nicht abfinden wollte.

Nochmalige Begehung

Wie die GAG auf Nachfrage bestätigt, hatte es in der vergangenen Woche eine nochmalige Begehung der Räumlichkeiten mit der Bauaufsicht und der Feuerwehr gegeben, „um den brandschutztechnischen Zustand zu bewerten, das Gefahrenpotenzial einzuschätzen und auf dieser Grundlage erforderliche Maßnahmen festzulegen“. Das erfreuliche Ergebnis verkündete am Dienstag im Ortsbeirat Ortsvorsteher Andreas Olbert (CDU), der zuvor mit der GAG telefoniert hatte: „Es müssen vor allem die Türscharniere gewechselt werden, ein Brandschutzanstrich der Räume und Brandschutzmaßnahmen am Dachstuhl sind nicht nötig.“

Bei der Begehung sei aber festgestellt worden, dass die Kellerräume ohne Wissen der GAG baulich verändert worden seien. Weil dort nur Lagerräume gestattet sind, sei dafür ein nachträglicher Bauantrag erforderlich. In einem Gespräch mit der GAG in der ersten Juliwoche soll es um den genauen Zeitplan gehen, so Olbert.

Bei einem Treffen im März haben sich Maudacher für einen neuen Trägerverein innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Maudacher Vereine ausgesprochen, der künftig den Julius-Hetterich-Saal übernehmen soll. Von der GAG waren zuletzt positive Signale gekommen, was einen neuen Mietvertrag anbelangt. Ein Knackpunkt war lediglich die Brandschutzproblematik. Dieser Stolperstein scheint nun aus dem Weg geräumt zu sein.

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