Ludwigshafen Jugend darf sich austoben

Mutterstadts Nummer eins: Chaukulkar siegte
Mutterstadts Nummer eins: Chaukulkar siegte

«Mutterstadt.» Nur auf dem Papier waren die Gastgeber als Oberliga-Absteiger klarer Favorit. „Wir befinden uns im Neuaufbau und wollen unsere eigenen jungen Spieler fördern“, sagte Mutterstadts Teamkapitän Julian Rieck. Antonio Manola an Punkt drei, der erst 15 Jahre alte Vito Manola auf Position fünf und Sebastian Epstein auf Platz sechs stehen sozusagen für diese neue Philosophie. Rieck selbst war aus der Aufstellung rotiert. „Schließlich konnte ich in dieser Saison noch nicht viel trainieren“, sagte Rieck. Der Routinier räumte daher seinen Platz und ließ lieber den Youngstern den Vortritt. Maxdorf staunte bei der Aufstellung – und hatte sich wohl insgeheim etwas ausgerechnet. Die Hoffnungen waren aber trügerisch. „Mutterstadt hätte sicher stärker stellen können. Deshalb haben wir uns besonders für die Spiele in den hinteren Paarungen schon etwas mehr ausgerechnet“, bekannte Maxdorfs Teamkapitän Christian Dörfer. Er selbst ging mit schlechtem Beispiel voran, unterlag auf Position vier in zwei Sätzen dem „Tennis-Deutschen“ Parantap Chaturvedi, der mittlerweile schon so lange für Mutterstadt aufläuft, dass er keine Ausländerposition mehr belegt. „Wir sind beide über 30, aber wirklich clever und routiniert hat heute nur er gespielt“, lobte Dörfer seinen Gegenüber und haderte mit dem eigenen Spiel: „Ich habe keinen Druck reinbekommen und zu viele Fehler gemacht.“ Beide Mankos machten Chaturvedi die Aufgabe deutlich leichter als erhofft. Es blieb nicht die einzige Enttäuschung aus Maxdorfer Sicht. Einzig der Zwei-Satz-Sieg von Michael Lang auf Position sechs gegen Sebastian Epstein hielt die Hoffnungen der Gäste nach den Einzeln zumindest noch ein bisschen am Leben. Christian Lang auf Position fünf und Erik Witzlinger im Spitzeneinzel hatten zumindest die Chance auf einen Satzgewinn, unterlagen aber. Bei Witzlinger war es keine echte Überraschung. „Wir sehen in Tejas Chaukulkar auf eins eine echte Säule“, sagte Rieck über seinen indischen Spitzenspieler, der im zweiten Durchgang nur kurz wackelte. Der Sieg von Vito Manola auf Position fünf war hingegen nicht unbedingt so zu erwarten, obwohl das Talent bereits im Vorjahr in einem Match Oberliga-Luft schnupperte. Er ließ dem zehn Jahre älteren Christian Lang keine Chance. Die Aussichten der Mutterstadter stehen also nicht schlecht, zumal sie noch einen weiteren Trumpf in der Hinterhand haben. Nicolas Mayr studiert aktuell in den USA und spielt dort in der College-Runde mit. „Je nachdem wie weit er dort kommt, könnte er uns erst für die beiden letzten Spieltage weiterhelfen“, sagt Rieck, der sich umso mehr freute, dass auch die anderen Trümpfe stachen. Maxdorf konzentriert sich hingegen wieder auf den Klassenverbleib. „Einen Sieg gegen Mutterstadt hatten wir dafür sowieso nicht eingeplant“, sagte Dörfer. „Mit ein bisschen Glück sollte uns der Klassenerhalt aber wieder gelingen“, glaubt er: „Mit Glück und einer Leistungssteigerung unter anderem auf meiner Position.“ So spielten sie Einzel: Tejas Chaukulkar – Erik Witzlinger 6:2, 7:5; Ferdinand Feith – Elmar Stein 6:3, 6:1; Antonio Manola – Marcel Fitzner 6:2, 6:3; Parantap Chaturvedi – Christian Dörfer 6:2, 6:2; Vito Manola – Christian Lang 6:1, 7:5; Sebastian Epstein – Michael Lang 1:6, 5:7 - Doppel: Chaukulkar/Chaturvedi – Witzlinger/Fitzner 6:0, 6:1; Feith/A. Manola – Stein/C. Lang 6:7, 4:6; V. Manola/Marcelo Manola – Dörfer/M. Lang 7:5, 4:6, 10:3.

Elmar Stein, Punkt zwei der Maxdorfer, verlor.
Elmar Stein, Punkt zwei der Maxdorfer, verlor.
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