Ludwigshafen „Innenstädte brauchen Abwechslung“

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„Irgendwo in Lu“ sind wir jede Woche in der Stadt unterwegs auf der Suche nach interessanten Gesprächspartnern. Gestern haben wir in der Prinzregentenstraße im Hemshof den BASF-Angestellten Jochen Hook getroffen. Der 46-Jährige mit Altriper Wurzeln lebt inzwischen in Bad Dürkheim.

Herr Hook, Sie sind gerade einer von wenigen Passanten in der Prinzregentenstraße. Wohin zieht es Sie?

Ich komme gerade von meinem Arbeitsplatz und bin in Richtung Werk unterwegs. Ich brauche für das neue Jahr einen neuen Werksausweis. Wie hat das neue Jahr für Sie begonnen? Es ist heute mein erster Arbeitstag. Ich komme gerade mit meiner Frau vom Skifahren in Davos. Haben Sie dort auch etwas vom Eishockey-Turnier, dem Spengler-Cup, mitbekommen? Nein, wir selbst nicht, aber meine Schwiegereltern aus der Schweiz haben es verfolgt. Sie heißen wie der Mannheimer Fasnachtsprinz des Jahres 2004. Sind Sie mit Stefan Hook verwandt? Nicht, dass ich wüsste. Nach Mannheim habe ich keine Beziehungen. Meine Familie stammt aus Altrip, wir wohnen jetzt in Bad Dürkheim. Wie hat es Sie denn nach Bad Dürkheim verschlagen? Bevor ich bei der BASF begonnen habe, war ich im Außendienst unterwegs und viel auf Reisen. Als ich in die Region zurückgekehrt bin, haben wir uns nach einem Ort für ein Nest umgeschaut – und Bad Dürkheim war der schönste Fleck, den wir finden konnten. Dass ich von dort auch relativ schnell an meinem Arbeitsplatz bin, ist ein weiterer Vorteil. Wie nehmen Sie ihren Arbeitsort Ludwigshafen wahr? Ich bekomme wirklich nicht so viel davon mit, aber ich habe immer das Gefühl, dass an einer Stelle etwas Neues wächst, aber dafür an anderer Stelle etwas Altes stirbt. Die vielen Neubauten am Rheinufer oder auch auf dem Berliner Platz sind dafür ein gutes Beispiel. Ich mache heute zum ersten Mal seit Jahren wieder einen Spaziergang durch den Hemshof und genieße es, dass es hier so viele schöne Häuser gibt. Aber das Angebot hat nachgelassen, finde ich. Viele Leerstände und öde: Die Ludwigshafener City steht seit Jahren in der Kritik. Was gehört für Sie zu einer lebendigen Innenstadt? Ich finde, Innenstädte brauchen vor allem Abwechslung und auch Plätze draußen, an denen man sich gerne aufhält. Aber am wichtigsten ist die Vielfalt mit Angeboten für Jung und Alt – und die Toleranz von Jung und Alt für Jung und Alt. Alles andere klappt dann schon. Auch hier in Ludwigshafen.

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