Ludwigshafen
Initiative „Wir vom Berliner Platz“ fordert: Mehr Grün für die Innenstadt
Die vorgesehenen Maßnahmen im Bürgerhof, auf dem Theaterplatz, dem Klüber- und dem Karl-Kornmann-Platz setzen aus Sicht der Initiative wichtige Impulse für mehr Aufenthaltsqualität, Klimaanpassung und eine zukunftsfähige Innenstadtentwicklung. Das Ziel: Bäume statt Pflaster, mehr Schatten und mehr Abkühlung in der Sommerhitze. Insbesondere die geplante Entsiegelung von Flächen, das Pflanzen zusätzlicher Bäume, neue Begrünungskonzepte sowie Projekte zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität zeigten, dass Klimaschutz, Stadtgestaltung und Nutzungsmöglichkeiten gemeinsam gedacht werden können, so die Initiative. Dass dabei zugleich die Funktion der Plätze als Veranstaltungsorte erhalten bleibe, ist für die Initiative „ein entscheidender Erfolgsfaktor“, betont ihr Sprecher Jürgen Hundemer.
Rund 3,4 Millionen Euro soll die Umgestaltung von vier Plätzen in der Innenstadt kosten. Das Land übernimmt mit einem Förderprogramm zum Klimaschutz 100 Prozent der Kosten.
Vor diesem Hintergrund wünscht sich die ehrenamtliche Truppe, dass vergleichbare konzeptionelle Ansätze perspektivisch auch auf den Berliner Platz übertragen werden. Dieser sei mit im Schnitt 40.000 Passanten täglich einer der zentralen Stadträume Ludwigshafens und vereine vielfältige Funktionen: „Er ist Veranstaltungsfläche, Verkehrsknotenpunkt, Standort für Gastronomie und zugleich wichtiger Aufenthaltsort für Bürger sowie Gäste der Stadt“, so Hundemer.
Frühzeitig über Ausgestaltung nachdenken
Mit Blick auf den geplanten Bau des „Palatineo“-Komplexes der Freiburger Firma Unmüßig, der das Bauloch auf dem Berliner Platz bis 2029 schließen soll, sieht die Initiative die Chance, frühzeitig über die künftige Ausgestaltung des Berliner Platzes nachzudenken. Nach Abschluss der Baumaßnahmen sollte der Platz den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen gerecht werden und zugleich auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren. Begrünung, Verschattung, Entsiegelung, Sitzgelegenheiten und eine klare räumliche Struktur könnten hierzu einen wichtigen Beitrag leisten, ohne die Flexibilität für Veranstaltungen oder den Verkehrsfluss einzuschränken.
„Die jetzt vorgestellten Projekte zeigen, dass auch unter schwierigen Rahmenbedingungen – etwa bei Tiefgaragen oder denkmalpflegerischen Auflagen – innovative und tragfähige Lösungen möglich sind“, sagt Hundemer. „Diese Erfahrungen sollten genutzt werden, um den Berliner Platz langfristig als lebendigen, attraktiven und klimaresilienten Mittelpunkt der Innenstadt weiterzuentwickeln.“
Multifunktionaler, urbaner Raum
Die Initiative „Wir vom Berliner Platz“ spricht sich nach seinen Angaben dafür aus, Verwaltung, Politik, Anlieger, Gastronomen und Stadtgesellschaft rechtzeitig in einen offenen Dialog über die künftige Gestaltung einzubinden. Ziel müsse es sein, den Berliner Platz als multifunktionalen urbanen Raum zu stärken, der Aufenthalt, Begegnung, Mobilität und Veranstaltungen gleichermaßen ermöglicht. „Wir wollen diesen Prozess konstruktiv begleiten und stehen für Gespräche und einen Ideenaustausch zur Verfügung, signalisiert Hundemer.