Ludwigshafen In der Teamkabine gelauscht

Placeholder-Image

Ich muss schon sagen: Olympia ist eine tolle Sache. Jeden Tag erlebe ich hier in Pyeongchang spannende Geschichten. Mein Freund Ouadya Hamid aus Mutterstadt nimmt mich zu den unterschiedlichsten Sportarten und Veranstaltungen mit. Es kommt mir so vor, als kenne der Physiotherapeut die halbe Welt. So lerne ich auch die Sportler kennen. Kürzlich hat er sogar ein Radio-Interview gegeben. Da haben sich seine Kinder Sina und Alina daheim in Mutterstadt mächtig gefreut.

Neben dem Eiskunstlaufen war ich beim Biathlon, beim Rodeln und auch beim Eishockey. Und es hat wieder Medaillen für Deutschland geregnet. Im Biathlon der Herren über 15 Kilometer hat Simon Schempp die Silbermedaille geholt. Martin Fourcade und Simon waren im Ziel gleichauf. Doch der Franzose war mit seiner Fußspitze früher über der Ziellinie. Wow, war das spannend. Es war so knapp, ich hätte beiden Gold gegeben. Dann ging es weiter zum Rodeln der Frauen in das Olympic Sliding Center. Diese Sportart kannte ich bisher nur vom Fernsehen. Was sind die Sportlerinnen mutig. Einen über einen Kilometer langen Eiskanal mit vielen Kurven so schnell wie möglich herunterrodeln? Ich könnte das nicht. Am Ende durfte ich mit den deutschen Fans die nächste Goldmedaille bejubeln. Natalie Geisenberger meisterte die Kurven am besten und holte den Olympiasieg. Das erste Mal gewonnen hat sie bereits vor vier Jahren im russischen Sotschi. Zweite wurde ihre Teamkollegin Dajana Eitberger. Beide haben sich sehr gefreut. Die deutschen Rodlerinnen sind spitze. Ich habe gehört, dass sie seit 1998 vierzehn von 18 möglichen Medaillen gewonnen haben. Natürlich habe ich mich gleich mit den zwei erfolgreichen Damen angefreundet. Vielleicht wollten Natalie und Dajana mich ja auch mal kennenlernen? Ich glaube, dass ich bei den deutschen Olympia-Athleten mittlerweile kein Unbekannter mehr bin. Mein guter Freund Ouadya hat mich ja so vielen davon vorgestellt. Weiter ging es dann zum Eishockey. Das Spiel mit dem schwarzen Puck gehört zu meinen Lieblingssportarten. Ich gehe ab und zu den Adlern in die Mannheimer SAP Arena. Dort ist mein Freund, Hamster Udo, das Maskottchen der Adler, zu Hause. Viele der Mannheimer Spieler tragen das Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Diese kennen mich natürlich auch. Ich durfte sogar als Ehrengast mit in die Kabine und an der Mannschaftsbesprechung vor dem Spiel gegen die Schweiz teilnehmen. Was da besprochen wurde, darf ich natürlich nicht verraten. Aber: Die Jungs strengten sich besonders an. Nach 60 Minuten stand es 1:1 und es ging in die Verlängerung. 26 Sekunden später lagen wir uns alle in den Armen. Der frühere Mannheimer Yannic Seidenberg erzielte das goldene Tor und schoss uns ins Viertelfinale. Wahnsinn! Und die Spiele sind für mich noch nicht zu Ende. Land Olympia-Live-Ticker www.rheinpfalz.de

x