Ludwigshafen
Im Vorjahr wurden in Ludwigshafen fast 900 Bäume gefällt
2025 wurden um die 900 Bäume im Stadtgebiet Ludwigshafen gefällt. Das wurde im Umweltausschuss am Mittwoch bekanntgegeben. Ganz genau waren es 899, die Zahl bezieht sich auf Bäume mit einem Stammdurchmesser von mehr als 20 Zentimetern. Jedes Jahr teilt die Stadtverwaltung Fällungen nach Stadtteilen und Standorten mit – genauso wie die Neupflanzungen.
Während 899 Fällungen zunächst nach viel klingt, sind das deutlich weniger als noch im Jahr zuvor. Nach der Statistik wurden 2024 1267 Bäume im Stadtgebiet gefällt – also 368 mehr als 2025. In der Präsentation für das Jahr 2024 wurde die Anzahl der gefällten Bäume noch mit um die 2000 angegeben, diese hatte allerdings auch Bäume mit kleinerem Stammdurchmesser gezählt. Wie viele Fällungen im Jahr 2025 inklusive der kleineren Bäume im Stadtgebiet vorgenommen wurden, war kein Thema im Ausschuss.
Rheingönheim verliert viele Bäume
In fast allen Stadtteilen und Bereichen wurde 2025 weniger gefällt als noch im Vorjahr. Eine Ausnahme bildet der Bereich Straße: Hier wurden im Vorjahr 209 Bäume entfernt, sogar fünf mehr als 2024. Im Straßenbereich seien Bäume besonders strapaziert, erklärte Bernd Lipowsky vom Bereich Umwelt, der die Bilanz im Ausschuss vorstellte. Unter anderem die Temperatur setzte den Straßenbäumen zu, aber auch aufgrund von Unfällen hätten einige Bäume gefällt werden müssen.
Spitzenreiter mit 164 Fällungen war 2025 der Stadtteil Rheingönheim, gefolgt von Oggersheim (113) und Oppau (84). Die hohe Anzahl in Rheingönheim sei auf Fällarbeiten im Wildpark zurückzuführen, erklärte Lipowsky, die allein für um die 100 Fällungen verantwortlich waren. Arbeiten in Parks und Grünanlagen machten 2025 144 Fällungen aus.
Bessere Bilanz, trotzdem negativ
Die Pflanzungen blieben im Vergleich zu 2024 einigermaßen konstant. Insgesamt wurden 373 Bäume gepflanzt (2024: 402). Die meisten davon (254) an Straßen und Verkehrsflächen: 106 in der Gartenstadt, 97 in Friesenheim, 50 in Ruchheim und ein Baum in Mitte.
Damit wurden zumindest im Bereich der Straßen mehr Bäume gepflanzt als gefällt. Der natürliche Zuwachs, zum Beispiel auf Waldflächen im Maudacher Bruch, sei dabei noch gar nicht hinzugerechnet, sagte Dezernent Alexander Thewalt (parteilos). Trotzdem sei die Bilanz noch immer negativ und man müsse dem „Rückstand hinterherkommen“, so Thewalt wörtlich.
Mehr Grün auf umgestalteten Plätze
Deswegen soll 2026 auch munter mit dem Pflanzen weitergemacht werden. Im Rahmen des „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ sollen allein 146 Einzelbäume, 83 Obstbäume und um die 11.000 Hecken- und Landschaftsgehölze nachgepflanzt werden. An Straßen und Verkehrsflächen sollen nochmals etwa 190 Bäume dazukommen. Auch die Umgestaltung des Theater-, des Karl-Kornmann- und Hans-Klüber-Platzes sowie des Bürgerhofs sollen für insgesamt mehr Bäume in der Stadt sorgen. Dazu kommen außerdem noch die sogenannten Ludwigsbäume, die an „prägnanten Stellen“ das Stadtbild aufwerten sollen.