Mannheim Hommage an ein Phänomen: „Abbamania“ kommt in die SAP-Arena

Kommt im April nach Mannheim: „Abbamania“.
Kommt im April nach Mannheim: »Abbamania«.

Live sind die Helden der Popmusik nur noch als Hologramme in der Londoner Show „Voyage“ zu erleben. Eine deutsche Produktion bringt die großen Hits von Abba demnächst live auf die Bühne – samt den verrückten Kostümen und dem 70er-Jahre-Gefühl.

Seit über einem Jahrzehnt gibt es „Abbamania“ – gesehen und bejubelt von über einer Million Menschen. Bei der aktuellen Auflage stehen Navina Heyne als Agnetha und Kerstin Löcker als Anni-Frid im Rampenlicht. Sie erzählen mit unvergessenen Klassikern wie „Waterloo“, „Dancing Queen“, „The Winner takes it all“ oder „Super Trouper“ auf musikalische Weise die Story einer der erfolgreichsten Popbands aller Zeiten.

„Natürlich sind wir nicht Abba“, betonen Kerstin Löcker und Navina Heyne lächelnd. „Aber wir versuchen, ein Stück weit zu Abba zu werden.“ Und zwar in der laut Veranstalter Semmel Concerts Entertainment „größten Abba-Tribute-Show der Welt“. „Es ist nicht das Original, aber es kommt dem Vermächtnis der vier Schweden ziemlich nahe“, sagt Nevina Heyne. „Abbamania“ ist kein Musical wie „Mamma Mia“ oder eine penible Chronik über den unaufhaltsamen Aufstieg von jungen Musikern in den Olymp der Popmusik. Sie sei eher ein aufwendig inszeniertes Cover-Konzert, eine Hommage an das Phänomen Abba: „Wir Künstler wollen das Wesentliche der Band auf die Bühne bringen“, sagt Kerstin Löcker. Gerade in Zeiten, in denen in den Hitparaden sehr selten eine ähnlich herausragende musikalische Qualität wie die von Abba zu finden sei, werde die Leistung von Agnetha, Anni-Frid, Björn und Benny klar. Musikalisch unterstützt werden die Sängerinnen und Sänger von einer Band und dem Symphonic Rock Orchester unter der Führung von Hauke Wendt. Er tritt nicht nur als Dirigent ins Rampenlicht, sondern auch als charmanter Moderator des nostalgischen Ausflugs ins vergangene Jahrhundert.

Der Blick in die Vergangenheit

„Abba sind bis zu ihrem jüngstem Album vier Jahrzehnte gar nicht mehr gemeinsam in Erscheinung getreten“, erzählt Navina Heyne. Und gerade deshalb seien es allein die Bilder und Songs aus den Siebzigern und Achtzigern, die sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt hätten. Mit „Abbamania“ will der Veranstalter genau diesen Blick in die Vergangenheit dem Publikum vermitteln. Auch die Stars von einst haben den Weg der Erinnerungskultur gewählt, seit sie 2021 urplötzlich aus der Versenkung aufgetaucht sind und ein von der Kritik gefeiertes letztes Album herausgebracht haben. Im Bühnenspektakel „Abba Voyage“ im Londoner Westend, das noch bis November zu sehen ist, treten die vier in Ehren ergrauten Pioniere des Pop nicht mehr live auf, sondern als Hologramme - auch „Abbatare“ genannt. Zur Vorbereitung hat das Abbamania-Team die „Voyage“-Show in London gesehen. „Ich war hellauf begeistert“, sagt Kerstin Löcker. „Obwohl man an der der Mimik oder den Frisuren sehen konnte, dass keine echten Menschen auf der Bühne stehen.“

Termin

„Abbamania The Show – 50 Jahre Waterloo“ gastiert am Dienstag, 16. April, 20 Uhr, in der SAP-Arena in Mannheim.

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