Ludwigshafen „Holt alles aus euch raus!“

Laufen für den guten Zweck: Schüler der IGS Mutterstadt, angeführt von einem Sportlehrer.
Laufen für den guten Zweck: Schüler der IGS Mutterstadt, angeführt von einem Sportlehrer.

«Mutterstadt.» Bereits zum zweiten Mal nach 2015 hat die Integrierte Gesamtschule Mutterstadt (IGS) einen Spendenlauf veranstaltet – zugunsten der „Aktion Hilfreich“ der gemeinnützigen Gesellschaft „Direkt für Kinder“. Rund 720 Kinder und Jugendliche liefen am letzten Schultag vor den Herbstferien klassenweise versetzt viele Runden zugunsten bedürftiger Kinder. Also eine Aktion von Kindern für Kinder.

Organisiert hat diesen Spendenlauf der Lehrer Thomas Kirch mit einem Team, zu dem auch Sportpädagoge Friedhelm Nikesch gehörte; er hatte die sportliche Leitung der Aktion inne. Jede Klassenstufe von 5 bis 10 hatte 25 Minuten Zeit, um möglichst viele Runden zu erlaufen. Im Vorfeld hatten die Schüler sich Sponsoren gesucht, die in einen Aktionskarte eintrugen, wie viele Euro (Cent) sie pro gelaufener Runde spenden. Nach Abgabe der Laufkarten ging es für den jeweiligen Jahrgang an den Start. Angeführt vom jeweiligen Sportlehrer, der damit den Laufkurs aufzeigte, ging es in die erste Runde. Nach jeder Runde gab es einen Halt am Start- und Zielpunkt, um in einer Klassenliste einen Strich für die absolvierte Strecke zu machen. Schnell zog sich das Feld auseinander. Wem laufen zu anstrengend wurde, konnte auch gehen. Nikesch feuerte sie an durch Angabe der noch verbleibenden Zeit und die Aufforderung: „Los, gebt alles, holt alles aus euch raus und aus den Sponsoren!“ Zugleich betonte er den doppelten Effekt des Spendenlaufs: „Ihr macht das für euren Körper und für einen guten Zweck.“ Begeistert vom Engagement der Schüler zeigte sich Edith Wingenfeld von „Direkt für Kinder“. „Wir brauchen pro Jahr zehn bis 15 Schulen, die solche Aktionen machen“, sagte die Gründerin der Gesellschaft. „Unser Ziel sind 365 geförderte Kinder pro Jahr, für jeden Tag eines.“ Sie hofft, diese Zahl in diesem Jahr zu erreichen. Im vergangenen Jahr wurden durch „Direkt für Kinder“ 352 Kindern geholfen. „Die Schulen machen nicht nur Spendenläufe, sondern lassen sich ganz viel einfallen: Wandertage mit Spenden, Radtouren, Sternläufe“, freute sich Wingenfeld und dankte allen Kindern und Sponsoren für ihr Engagement. „Diese Aktionen sind auch wichtig, damit in Not geratene Familien auf uns aufmerksam werden“, betonte die Vertreterin der gemeinnützigen Gesellschaft. Lehrer Kirch ergänzte: „Vielfach fiele es den Familien leichter, sich an den Verein zu wenden, als zum Beispiel in der Schule über die Notlage zu sprechen. Dabei kommen 40 Prozent des von den Schülern erlaufenen Betrags immer dem jeweiligen Förderverein der Schule zu Gute, der davon sozial schwache Schüler unterstützen soll. Beim letzten Mal haben wir zum Beispiel sozial schwachen Schülern die Teilnahme an Klassenfahrten ermöglicht.“

x