Ludwigshafen Grünes Forum: Zustand der meisten Schulen ein Trauerspiel

Eines von sechs Gymnasien in LU: das Carl-Bosch in der Jaegerstraße.
Eines von sechs Gymnasien in LU: das Carl-Bosch in der Jaegerstraße.

„Der bauliche Zustand der meisten Schulen in Ludwigshafen ist und bleibt ein Trauerspiel. Daran ändert auch das von der SPD angeführte Landesschulprogramm nichts. Wäre alles so schön, wie die SPD argumentiert, hätte unsere Stadt sicher ein Problem weniger.“ So reagiert Raik Dreher, Fraktionschef von Grünes Forum und Piraten im Stadtrat, auf eine entsprechende SPD-Mitteilung. „Tatsachen sind aus allen Nähten platzende Schulen, die zudem noch sanierungsbedürftig sind“, so Dreher weiter. „Sicher ist, dass der Unterhalt der Schulen in Ludwigshafen von der Stadt getragen wird, während die Zahl der einpendelnden Schüler aus dem Rhein-Pfalz-Kreis immer größer wird. Mittlerweile sind Schüler aus dem Umland an den Berufsbildenden Schulen in der Überzahl. Die Kosten trägt aber Ludwigshafen. Auch die Landeszuschüsse gleichen dieses Missverhältnis nicht aus.“

„Marode Hallen und Betonwüsten“

Sandra Schwab von der Piratenpartei, Mitglied im Schulträgerausschuss, ergänzt: „Egal, ob wir auf die maroden Schulturnhallen, den Zustand der Toiletten oder die unpassenden Betonwüsten der Schulhöfe hinweisen, immer ist die Argumentation der Stadt, dass Ludwigshafen kein Geld hat. Auf der anderen Seite aber bezahlen wir den Einpendlern das komplette Maxx-Ticket, die Kosten für die Unfallkassen und stemmen alleine die Kosten für das Gebäude und die Angestellten an den Ludwigshafener Schulen.“ Die Stadt Ludwigshafen übernehme so viele Aufgaben, die sie bezahlen müsse, auch wenn sie es sich eigentlich nicht leisten könne. „Es ist nicht einzusehen, dass wir von den umliegenden Kreisen, die finanziell weit besser dastehen, auch noch Kosten übernehmen. Umgekehrt würde ein Schuh draus: Angesichts der massiven Schieflage der Ludwigshafener Haushaltskassen sollten die umliegenden Kreise eher Ludwigshafen unterstützen. Schließlich nutzen auch die Kreise die bildungstechnische, kulturelle und allgemein versorgungstechnische Infrastruktur der Stadt“, bilanziert Schwab.

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