Ludwigshafen Google führt zur Galerie
„Ich wohne im Stadtteil Süd in der Nähe der Parkinsel. Das Wetter war heute einfach zu schlecht zum Wandern, da haben wir gedacht, wir gehen in die Rhein-Galerie bummeln und besorgen ein paar Kleinigkeiten. Gern kommen wir in die Galerie, um ein Stück Käsekuchen zu essen“, erzählt Gaby Leben. Am Nachmittag ist sie mit ihrem Ehemann unterwegs. Auf der Jagd nach Weihnachtsgeschenken sind beide noch nicht. Geschäfte in der Ludwigshafener Innenstadt suchen sie nur noch selten auf, gesteht das Rentnerpaar. „Es gibt in der Rhein-Galerie alles an Geschäften, der Käufer findet hier alles hochkonzentriert“, meint Michael Leben. Da er jedoch in den Mannheimer Planken seinen Arbeitsplatz hat, kaufe er seinen Bedarf normalerweise dort ein. Die Auswahl an Textilien für seine Altersgruppe sei in der Rhein-Galerie zudem eher mäßig, findet er. Die schmucke warme Jacke, die er trägt, hat er im Frühjahr aber dann doch in der Rhein-Galerie gekauft, wie er auf Nachfrage verrät. Ins Rathaus-Center zieht es ihn hingegen nicht. „Einkaufen in Ludwigshafen heißt praktisch Rhein-Galerie“, ist sich das Paar einig. Jutta Weber ist aus einen einfachen Grund in die Rhein-Galerie gekommen: „Ich arbeite die Woche über den ganzen Tag, da wollte ich einfach den verkaufsoffenen Sonntag zum Bummeln nutzen“, berichtet die Oggersheimerin. Weihnachtsgeschenke stehen aber auch bei ihr noch nicht auf dem Programm. Mit der großen Anzahl und der Auswahl der Geschäfte in der Shopping-Mall ist sie sehr zufrieden. „Vero Moda und andere Modeboutiquen interessieren mich am meisten“, macht sie ihre Vorlieben deutlich. Ins Rathaus-Center geht sie kaum. „Und in der Fußgängerzone gibt es ja nichts mehr“, bedauert die 59-Jährige. Den weiten Weg vom badischen St. Leon-Rot nach Ludwigshafen hat Christian Burkart auf sich genommen. Auch sein Ziel ist das Einkaufszentrum am Rheinufer. Dreimal war der 35-Jährige schon hier. „Es gibt hier alles“, freut er sich über das umfassende Angebot, das offenbar seine Bedürfnisse voll abdeckt. Ludwigshafen steuert er nur an, um einen Abstecher in die Rhein-Galerie zu machen. Von der Innenstadt oder dem Rathaus-Center hat er noch nichts gesehen, wie er erzählt. „Die Architektur der Rhein-Galerie gefällt mir“, sagt Burkart. Das liege natürlich daran, dass er als Bauingenieur vom Fach sei. Heidi Schröter wohnt in Haßmersheim bei Mosbach im Neckar-Odenwald-Kreis. „Das schlechte Wetter hat mich hergeführt“, gibt die 31-Jährige unumwunden zu. „Wir wollten raus und irgendetwas machen. Ich habe dann gegoogelt und den verkaufsoffenen Sonntag in der Rhein-Galerie gefunden“, sagt sie. Vier- bis fünfmal war sie schon dort. Besonders gut findet sie hier die vielen Modegeschäfte und Schuhläden. Mit Blick auf ihre schmalen Einkaufstüten erzählt sie, dass sie heute nur kleinere Käufe gemacht hat: Klamotten und Kosmetikartikel. Die passenden Schuhe haben sich leider nicht gefunden. Weihnachten ist für sie noch kein Thema. „Sind ja noch 49 Tage.“ Oft und gern kommt Klaus E. Meyer aus Mundenheim in die Rhein-Galerie. „Ich komme, um hier einen Einkaufsbummel zu machen, irgendwo einen Kaffee zu trinken und gehe auch gerne zum Essen in das japanische Restaurant“, nennt der Rentner seine bevorzugten Ziele. Zu Weihnachten gebe es keine großen Geschenke, daher interessiere er sich nicht dafür, macht der Mundenheimer deutlich. In die Rhein-Galerie sei er heute auch gekommen, um sich das Winterdorf vor dem Eingang anzuschauen, das schon Ende Oktober eröffnet hat. „Ich wollte auch sehen, wie weit der Schiffsanleger für die Kreuzfahrtschiffe ist“, sagt der 79-jährige. Außen im Rhein seien jetzt ein paar Poller im Wasser angebracht worden, wohl um die Schiffe festzumachen. „Den Zugang von der Rhein-Galerie zum Schiffsanleger haben sie wirklich schön gemacht.“