Festival des deutschen Films „Goldener Nils“: Kinderjury nimmt die Arbeit auf
Die Jury, die über den Gewinner des „Goldenen Nils“ entscheidet, besteht aus sieben Jungen und Mädchen zwischen neun und zwölf Jahren. Sie kommen aus Ludwigshafen, Bockenheim, Meckenheim, Harthausen und Landau. Am Wochenende haben sie sich zum ersten Mal auf der Ludwigshafener Parkinsel getroffen und die ersten beiden Filme angesehen. Dabei konnten sie auch mit zwei Beteiligten ins Gespräch kommen: mit Jonathan Köhn, dem Hauptdarsteller aus „Ab morgen bin ich mutig“, und mit dem Regisseur Norbert Lechner, der im Anschluss der Vorstellung seines Films „Ab morgen bin ich mutig“ mit vielen Fragen gelöchert wurde.
Kompliment für das Publikum
Der 14-jährige Jonathan Köhn, der aus Köln gekommen war und das Festival gemeinsam mit seinen in Mannheim lebenden Großeltern besuchte, hat schon einige Vorführungen auf diversen Festivals hinter sich. Den Ludwigshafener Zuschauerinnen und Zuschauern machte er aber ein großes Kompliment: „Was ich heute total schön fand: Es war das Publikum, das am meisten gelacht hat.“
Fünf Filme im Rennen
Am nächsten Wochenende trifft sich die „Goldener Nils“-Jury wieder auf dem Ludwigshafener Filmfestival. Die Mädchen und Jungen schauen die Filme gemeinsam mit RHEINPFALZ-Kulturredakteurin Nicole Sperk und mit dem Filmkritiker und Kurator Rolf-Rüdiger Hamacher, der das Kinderfilmprogramm beim Festival des deutschen Films schon seit vielen Jahren zusammenstellt. Die Filme richten sich an Kinder ab sechs, acht oder zehn Jahren. Einer von zwei niederländischen Gastbeiträgen („Tommy Tom – Ein neuer Freund“) spricht sogar schon Vierjährige an. Wie „Lioness – Die Löwin“ ist dieser Film aber nicht für den „Goldenen Nils“ nominiert.
„Wenn ein Film einen Preis bekommt, heißt das schon, dass der ankommt beim Publikum“, sagte Hamacher im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „Besonders, wenn die Jury aus Kindern besteht.“


