Ludwigshafen Gewalt an Schulen: CDU fordert starken Ausbau der Sozialarbeit

Die CDU-Stadtratsfraktion ist gegen eine dauerhafte Polizeipräsenz an Schulen.
Die CDU-Stadtratsfraktion ist gegen eine dauerhafte Polizeipräsenz an Schulen.

Die Stadtratsfraktion der CDU spricht sich gegen eine dauerhafte Polizeipräsenz an Schulen aus und fordert stattdessen einen starken Ausbau der Schulsozialarbeit mit multiprofessionellen Teams. Während die Anwesenheit von Polizeikräften in bestimmten Situationen das Sicherheitsgefühl stärken könne, zeigten internationale Studien keine eindeutigen Belege für eine effektive Reduktion schwerer Gewalt, teilt die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion Wilhelma Metzler in einer Pressemeldung mit. Dagegen könne eine gut ausgestattete Schulsozialarbeit Konflikte frühzeitig erkennen und deeskalierend eingreifen. „Konzepte, die auf Verantwortungsübernahme, Beziehungspflege und nachhaltige Konfliktbearbeitung setzen, ermöglichen es Schulen, nicht primär mit Sanktionen zu reagieren, sondern soziale Kompetenzen zu fördern und problematisches Verhalten zu reduzieren“, erläutert Metzler und ergänzt: „Leider werden die vorhandenen Stellen für die Schulsozialarbeit in Ludwigshafen nur zum Teil vom Land finanziert, hier könnten wir deutlich mehr Unterstützung gebrauchen.“

Das Bildungsministerium in Mainz reagiere bislang bei Schulproblemen nur mit kleinen, vorübergehenden Einzelmaßnahmen, kritisiert die Ludwigshafener CDU-Landtagsabgeordnete Marion Schneid. „Das ist nur Stückwerk – nach so langer Zeit kann man erwarten, dass Präventionskonzepte vorgestellt werden, die über Notfallmaßnahmen hinausgehen und Schule als Ganzes begreifen.“

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